Informationen aus Suchergebnissen reduzieren
Wie man darüber nachdenkt, Informationen aus Suchergebnissen zu reduzieren
Wenn personenbezogene Daten in Suchergebnissen erscheinen, verunsichert das.
Echter Name. Adresse. Telefonnummer. Altes Profil. Frühere Beiträge. Eine Seite, von der man dachte, sie sei gelöscht.
Um Informationen aus Suchergebnissen zu reduzieren, muss man jedoch die Mechanismen getrennt betrachten.
Dass etwas in Suchergebnissen erscheint, und dass Informationen auf der Originalseite verbleiben, sind verschiedene Dinge.
Zuerst die Originalseite ansehen
Wenn personenbezogene Daten in Suchergebnissen erscheinen, prüft man zuerst die Originalseite.
Suchmaschinen finden und zeigen in vielen Fällen Seiten im Web an. Wenn Informationen auf der Originalseite verbleiben, können sie erneut erscheinen, auch wenn sie vorübergehend aus den Suchergebnissen verschwinden.
Zuerst ansehen:
- Auf welcher Seite die Information steht
- Ob man die Seite selbst bearbeiten kann
- Ob eine Anfrage an die Seitenverwaltung nötig ist
- Ob alte Informationen nur in den Suchergebnissen verbleiben
- Ob sie auch in Archiven oder Weiterveröffentlichungen verbleiben
Solange die Originalseite existiert, ist das Entfernen nur des Suchergebnisses keine grundlegende Gegenmaßnahme.
Suchergebnisse sind ein Einstiegspunkt. Die eigentliche Information steht auf der Originalseite, in PDFs, Bildern, Profilen, Weiterveröffentlichungen und Archiven. Statt nur wegen der Anzeige im Suchergebnis in Panik zu geraten, trennt man, wo die Information existiert.
Wenn dieselbe Information auf mehreren Seiten steht, bleibt sie erhalten, auch wenn nur eine davon verschwindet. Ein altes Profil kann auf einer anderen Website weiterveröffentlicht sein, eine Veranstaltungsseite kann in mehreren Medien stehen, oder ein PDF kann unter einer anderen URL gespeichert sein. Bei Löschmaßnahmen trennt man die Quelle der Information von den Kopien.
Informationen, die man selbst bearbeiten kann
Bei eigenen sozialen Netzwerken, Blogs, Profilen oder Portfolios kann man manchmal selbst bearbeiten oder löschen.
Allerdings wird das nicht unbedingt sofort in Suchergebnissen sichtbar. Es dauert, bis die Suchmaschine erneut crawlt.
Außerdem können Informationen von vor der Löschung in Archiven oder Screenshots verbleiben.
Informationen, die man selbst bearbeiten kann, korrigiert man zuerst auf der Originalseite. Danach prüft man, ob sich die Anzeige in den Suchergebnissen geändert hat.
Auch wenn man selbst bearbeiten kann, ist sofortiges vollständiges Löschen nicht immer die beste Wahl. Starke Informationen wie Adresse, Telefonnummer, Gesichtsfoto oder eine Verbindung zwischen Klarnamenkonto und anonymem Namen sollten früh entfernt werden. Andererseits kann es für Personen, die frühere Informationen prüfen, als Veränderung sichtbar werden, wenn man plötzlich die gesamte niedrig riskante Aktivitätshistorie löscht.
Wichtig ist zu entscheiden, was man reduzieren möchte. Ob man Suchtreffer zum echten Namen reduzieren, die Verbindung zu einem anonymen Namen trennen, gewohnte Orte unschärfer machen oder Kontaktdaten entfernen möchte, verändert die Reaktion.
Informationen, für die man die Seitenverwaltung fragen muss
Bei Seiten, die man nicht selbst bearbeiten kann, bittet man die Seitenverwaltung um Löschung oder Korrektur.
Bei einer Anfrage ist eine konkrete Darstellung meist leichter nachvollziehbar als eine emotionale Formulierung.
- Betroffene URL
- Information, die entfernt werden soll
- Grund
- Ob eine Korrektur reicht oder eine Löschung nötig ist
- Ob eine Identitätsbestätigung nötig ist
Allerdings wird einer Löschung nicht unbedingt zugestimmt. Informationen können wegen Berichterstattung, öffentlichem Interesse, Nutzungsbedingungen oder rechtlichen Gründen verbleiben.
In der Anfrage beschreibt man den Gegenstand konkret. Man zeigt: "An dieser Stelle dieser URL stehen personenbezogene Daten, die ich derzeit nicht öffentlich haben möchte." Auch wenn eine Löschung der ganzen Seite schwierig ist, können manchmal nur Name, Adresse, Telefonnummer, Gesichtsfoto oder E-Mail-Adresse entfernt werden.
Wichtig ist auch, bei der Anfrage nicht zu viele zusätzliche personenbezogene Daten anzugeben. Selbst wenn eine Identitätsbestätigung nötig ist, bleibt man beim notwendigen Umfang. Auch der Austausch zur Löschanfrage selbst bleibt als Aufzeichnung erhalten, daher behandelt man Kontaktadresse und Wortlaut sorgfältig.
Löschanträge an Suchmaschinen
Wenn die Originalseite gelöscht wurde, aber alte Informationen in Suchergebnissen verbleiben, kann man die Suchmaschine manchmal um Entfernung oder Aktualisierung bitten.
Allerdings verschwinden Informationen nicht unbedingt von der Originalseite, aus anderen Suchmaschinen oder aus Archiven, nur weil sie aus einer Suchmaschine verschwinden.
Das Entfernen von Suchergebnissen ist etwas anderes als das Löschen der Information selbst.
| Maßnahme | Was möglicherweise verschwindet | Was bleibt |
|---|---|---|
| Korrektur der Originalseite | Informationen im Seitentext | Übernahme in Suchergebnisse braucht Zeit |
| Löschung der Originalseite | Informationen an der Original-URL | Archive, Weiterveröffentlichungen, Suchcache |
| Entfernung aus Suchergebnissen | Anzeige in der Suchmaschine | Originalseite, andere Suchmaschinen |
| Löschanfrage an Archiv | Anzeige in einem bestimmten Archiv | Andere Speicherorte und Screenshots |
Bei Löschmaßnahmen muss man den Umfang getrennt betrachten.
Grundsätzlich denkt man erst nach der Bearbeitung der Originalseite über Maßnahmen bei Suchmaschinen nach. Wenn man nur das Suchergebnis entfernt, während die Originalseite weiterbesteht, kann sie erneut erfasst werden. Nachdem die Originalseite gelöscht oder korrigiert wurde, prüft man die Aktualisierung der Suchergebnisse oder die Entfernung alter Snippets.
Für alte Informationen oder personenbezogene Daten, die in Google-Suchergebnissen verbleiben, stellt Google offizielle Hinweise zu Lösch- und Aktualisierungsanträgen bereit. Wenn die Originalseite gelöscht wurde, aber alte Inhalte in Suchergebnissen verbleiben, oder wenn bestimmte personenbezogene Daten in Suchergebnissen angezeigt werden, kann man prüfen, welcher Antrag infrage kommt.
URL : https://support.google.com/websearch/answer/3143948
Das ist ein Einstiegspunkt zur Anzeige in der Google-Suche. Originalseiten, andere Suchmaschinen, Suche innerhalb sozialer Netzwerke, Archive und Weiterveröffentlichungen verschwinden dadurch nicht gleichzeitig. Suchergebnis-Maßnahmen führt man getrennt von Originalseiten-Maßnahmen und Archivprüfung durch.
Außerdem gibt es nicht nur eine Suchmaschine. Auch wenn etwas bei einem Suchdienst verschwindet, kann es bei einem anderen Suchdienst, in der Suche innerhalb sozialer Netzwerke, in der Bildersuche, in Archiven oder auf weiterveröffentlichenden Websites verbleiben. Das Entfernen aus Suchergebnissen ist ein Mittel, Exposition zu reduzieren, aber keine vollständige Löschung.
Vor dem Löschen dokumentieren
Bevor man eine Löschanfrage stellt, dokumentiert man die Situation.
Auf welcher URL stand was? Welche Suchbegriffe haben es angezeigt? Wie wurde es in den Suchergebnissen angezeigt? Wurde es auch auf anderen Seiten weiterveröffentlicht?
Ohne Aufzeichnungen kann man es später nicht mehr prüfen.
Beim Erstellen von Aufzeichnungen muss man jedoch auch auf Speicherort und Empfänger dieser Dateien achten. Wenn man sie in einer Klarnamen-Cloud speichert, entsteht ein anderes Risiko.
Aufzeichnungen sind für Löschanfragen und Beratung nötig. Da die Aufzeichnungsdatei selbst jedoch personenbezogene Daten bündelt, wird sie bei falschem Umgang zum Risiko. Screenshots können Benachrichtigungen, andere Konten, Browser-Tabs und Speicherpfade zeigen. Wenn man echten Namen oder Namen der betroffenen Website in den Dateinamen schreibt, kann das problematisch werden, wenn er an anderer Stelle sichtbar wird.
Wenn Löschen nicht möglich ist
Manchmal lassen sich Informationen nicht vollständig löschen. Dann ändert man die eigene Praxis so, dass sie sich nicht mit aktueller anonymer Aktivität verbindet.
Wenn ein alter Handle verbleibt, nutzt man keinen ähnlichen Namen. Wenn ein Gesichtsfoto verbleibt, zeigt man auf der anonymen Seite kein Gesicht und kein ähnliches Icon. Wenn Arbeitsplatz oder Schule verbleiben, beschreibt man denselben Kontext in aktuellen Beiträgen nicht detailliert. Wenn regionale Informationen verbleiben, reduziert man Beiträge über gewohnte Orte.
Löschen ist wichtig, aber Anonymität entsteht nicht nur durch Löschen. Ausgehend von den verbleibenden Informationen gestaltet man künftige Beiträge, Bilder, Konten, Kontaktadressen und Veröffentlichungszeiten.
Regelmäßig überprüfen
Suchergebnisse sind nicht fest. Neue Seiten können in der Suche erscheinen. Alte Seiten können erneut gecrawlt werden. Informationen, die man für gelöscht hielt, können aus Weiterveröffentlichungen oder Archiven anderer Websites gefunden werden.
Wenn man anonyme Aktivität fortsetzt, ist es sicherer, nicht nur einmal zu suchen und dann aufzuhören. Man prüft regelmäßig echten Namen, früheren Nachnamen, Handle, E-Mail-Adresse, Benutzernamen und Bilder. Besonders vor wichtigen Veröffentlichungen, Whistleblowing, Zusammenarbeit mit Berichterstattung oder Beteiligung an Aktivitäten prüft man, wie man von außen aussieht.
| Zeitpunkt für die Überprüfung | Was geprüft wird |
|---|---|
| Vor Beginn anonymer Aktivität | Ob frühere Informationen und anonymer Name verbunden sind |
| Vor einem größeren Beitrag | Ob Informationen vorhanden sind, die wieder hervorgeholt werden können |
| Nach einer Löschanfrage | Ob Suchergebnisse oder Snippets aktualisiert wurden |
| Nach Änderung von Namen oder Kontaktdaten | Ob alte Informationen verbleiben |
| Regelmäßige Prüfung | Ob neue Weiterveröffentlichungen oder Archive erschienen sind |
Die Arbeit, Suchergebnisse zu reduzieren, ist zugleich Arbeit am Entfernen früherer Exposition und Recherche zur Gestaltung künftiger anonymer Praxis.
Zusammenfassung
Um Informationen aus Suchergebnissen zu reduzieren, muss man Originalseite, Suchergebnisse, Archive und Weiterveröffentlichungen getrennt betrachten.
Zuerst prüft man die Originalseite. Wenn man sie selbst bearbeiten kann, korrigiert man sie; wenn nicht, bittet man die Seitenverwaltung. Wenn alte Informationen in Suchergebnissen verbleiben, nachdem die Originalseite verschwunden ist, prüft man Löschung oder Aktualisierung durch die Suchmaschine.
Allerdings ist das Verschwinden aus Suchergebnissen nicht dasselbe wie das Verschwinden der Information selbst. Für Anonymität ist es wichtig, aktuelle Beitragsinhalte und Kontopraxis unter der Annahme zu überprüfen, dass Informationen verbleiben.
Verwandte Werkzeuge
Wayback Machine
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Google Search removal tools
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OSINT Framework
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Google Lens
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ExifTool
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MAT2
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