Wenn man das Wort Anonymität hört, wirkt es vielleicht wie ein Thema nur für besondere Aktivistinnen und Aktivisten, Whistleblower oder Journalistinnen und Journalisten.
Anonymität betrifft jedoch auch Privatpersonen.
In sozialen Netzwerken über Hobbys sprechen. Fotos von Kindern posten. Frust über den Arbeitsplatz schreiben. Über Krankheit, Haushaltsgeld oder familiäre Sorgen beraten. Erfahrungsberichte in Bewertungen oder Foren schreiben. Solche Handlungen führen auch ohne Namensnennung näher an einen selbst oder die Familie heran, wenn sie mit früheren Posts, Fotos, gewohnten Orten, Konten und Suchergebnissen verknüpft werden.
Die Anonymität, die Privatpersonen brauchen, zielt nicht auf einen Zustand ab, in dem man "von niemandem absolut gefunden werden kann".
Sie ist eine realistische Ordnung, um Wege zu verringern, über die man selbst oder die Familie unnötig identifiziert wird, und um Veröffentlichungen zu vermeiden, die später Probleme machen.
Anonymität für Privatpersonen
Anonymität für Privatpersonen bedeutet, Abstand zwischen Alltag und öffentlich sichtbaren Informationen zu halten.
Unter einem anderen Namen über Dinge sprechen, die auf einem Klarnamenkonto schwer anzusprechen sind. Informationen über Kinder nicht zu weit verbreiten. Arbeitsplatz oder Schule nicht direkt nennen. Verhindern, dass alte Posts zurück zu den heutigen gewohnten Orten führen.
Das sind keine hochentwickelten Techniken.
Trotzdem bricht diese Trennung bei Unachtsamkeit leicht. Der Grund ist, dass Informationen über Privatpersonen nicht nur im Internet abgeschlossen sind. Wohnregion, Arbeitsweg, Schulveranstaltungen, Kleidung, Hintergrund, Freundschaften und Posting-Zeiten werden als Details des Alltags direkt zu Hinweisen.
Hinweis
Womit er sich verbindet
Gesichtsfoto
Person selbst, Familie, Schule, Arbeitsplatz, frühere Konten
Gewohnte Orte
nächster Bahnhof, Schulweg, häufig besuchte Geschäfte, Region
Posting-Zeit
Arbeitszeit, Lebensrhythmus, Schul- oder Arbeitspläne
Alte Handles
frühere soziale Netzwerke, Foren, Spiele, Blogs
Familieninformationen
Identität von Kindern, Ehepartnern, Verwandten, Freundinnen und Freunden
Anonymität hängt nicht nur von Technik ab, sondern stark davon, wie man das eigene Leben zeigt.
Identifizierung auch ohne Namensnennung
Die Vorstellung, anonym zu sein, solange man keinen Namen schreibt, ist gefährlich.
Neben dem Namen gibt es viele Informationen, die zu einer Person führen.
Zum Beispiel wirken Angaben wie "ich arbeite in einer kleinen Firma in einer Regionalstadt in der Buchhaltung", "mein Kind ist dieses Jahr eingeschult worden", "ich nutze jede Woche diesen Bahnhof" oder "ich besuche diesen Kurs" einzeln wie gewöhnliche Aussagen. Zusammengeführt grenzen sie die Zielperson jedoch erheblich ein.
Post-Inhalt
Wie er einzeln wirkt
Gefahr bei Kombination
Regionsname
Teil eines Gesprächs
gewohnte Orte werden eingegrenzt
Beruf
Selbstvorstellung
mögliche Arbeitgeber werden weniger
Alter eines Kindes
Erziehungsthema
verbindet sich mit Klassenstufe und Schulveranstaltungen
Fotohintergrund
beiläufiges Bild
Ladenname, Bahnhof, Uniform oder Gebäude sind sichtbar
Posting-Zeit
bloßer Posting-Verlauf
Lebensrhythmus und Arbeitsform werden sichtbar
Um Anonymität zu schützen, reicht es nicht, Informationen einzeln zu betrachten.
Man muss betrachten: "Was wird sichtbar, wenn diese Information mit jener kombiniert wird?"
Was Privatpersonen schützen sollten
Bei Anonymität für Privatpersonen sind nicht nur sie selbst geschützt, sondern auch Menschen in ihrem Umfeld.
Selbst wenn man eine Veröffentlichung für sich selbst akzeptabel findet, haben Kinder, Familie, Freundinnen und Freunde oder Kolleginnen und Kollegen vielleicht nicht zugestimmt. Besonders Informationen über Kinder bleiben lange bestehen, bevor die betroffene Person selbst entscheiden kann.
Zu schützende Person
Informationen, auf die zu achten ist
Man selbst
Klarname, Gesicht, Arbeitsplatz, Adresse, alte Konten, Kontaktinformationen
Kinder
Gesicht, Schule, Uniform, Veranstaltungen, gewohnte Orte, Kurse
Anonymität wird nicht nur daran gemessen, ob man selbst ein Problem bekommt.
Durch den eigenen Post können gewohnte Orte oder die Position anderer Menschen sichtbar werden.
Die ersten Stellen, die Privatpersonen prüfen sollten
Die ersten Stellen, die man prüfen sollte, sind keine besonderen Werkzeuge.
Es sind Suchergebnisse, Social-Media-Profile, alte Posts, Bilder, Cloud-Freigaben und Veröffentlichungsbereiche.
Prüfstelle
Worauf man schaut
Suchergebnisse
Was bei Klarname, altem Handle oder Social-Media-ID erscheint
Social-Media-Profile
ob Region, Arbeitsplatz, Schule oder Familienstruktur sichtbar sind
Alte Posts
ob Inhalte mit heutigen gewohnten Orten oder anonymer Aktivität zusammenhängen
Bilder
ob Gesicht, Hintergrund, Spiegelungen, Standortinformationen, Uniformen oder Ladennamen sichtbar sind
Cloud-Freigaben
ob Klarnamenkonto, Eigentümername oder Freigabeverlauf sichtbar sind
Schon diese Prüfung kann sehr viele Fehler vermeiden.
Beginnen Sie zuerst mit Prüfungen, die sofort möglich sind.
Nach Klarname und altem Handle suchen. Social-Media-Profile erneut ansehen. Fotos von Kindern und Familie prüfen. Den Eigentümernamen von Cloud-Freigabelinks prüfen. Prüfen, ob für Klarnamenkonto und anonymes Konto dasselbe Bild verwendet wird.
Erste Handlung
Verringerbares Risiko
Nach Klarname und altem Handle suchen
Korrelation mit früheren Informationen
Profil korrigieren
Offenlegung von Region, Arbeitsplatz, Familieninformationen
Fotos erneut ansehen
Offenlegung von Gesicht, Hintergrund, gewohnten Orten
Freigabelink prüfen
Offenlegung von Klarnamenkonto oder Eigentümername
Icons trennen
Korrelation zwischen Konten
Unterschied zu Situationen, die starke Anonymität erfordern
Anonymität für Privatpersonen und Anonymität bei Whistleblowing oder hochriskanten Aktivitäten sind nicht dasselbe.
In Hochrisikosituationen können ein eigenes Gerät, eine eigene Verbindung, , Trennung von Umgebungen für anonymes Posten, Entfernung von Dateimetadaten und Steuerung von Timing-Korrelation nötig werden.
Was Privatpersonen zuerst angehen sollten, ist dagegen die Verringerung alltäglicher Sichtbarkeit.
Perspektive
Privatpersonen
Hochriskante anonyme Aktivität
Zweck
unnötige Identifizierung und Auswirkungen auf die Familie verringern
Identität und Kommunikationsweg vor starken Gegenseiten schützen
Hauptmaßnahmen
Posts, Fotos, Suchergebnisse und Freigabeeinstellungen erneut prüfen
ein einziger Login, Timing-Korrelation, Dateiinformationen
Auch für Privatpersonen ist es sinnvoll, Mechanismen wie Tor oder zu kennen.
Trotzdem ist es wirksamer, zuerst die Informationen zu verringern, die man selbst veröffentlicht, statt von Anfang an nur auf fortgeschrittene Werkzeuge zu setzen.
Kleine Veröffentlichungen im Alltag verringern
Bei Anonymität für Privatpersonen werden eher kleine Veröffentlichungen im Alltag zum Problem als große Enthüllungen.
Tägliche Pendelbilder. Schul- und Familienveranstaltungen. Häufig besuchte Geschäfte. Frust über den Arbeitsplatz. Fotos aus der Wohnung. Screenshots von Gesprächen mit Freundinnen und Freunden.
Jeder einzelne Post wirkt gewöhnlich, doch die Summe wird zu einer Karte des Lebens.
Der erste Schritt zum Schutz von Anonymität ist nicht der Einsatz besonderer Technik, sondern Informationen nicht zu veröffentlichen, die nicht veröffentlicht werden müssen.
Kontinuität vor Perfektion
Bei Anonymität für Privatpersonen ist es wichtiger, regelmäßig durchhaltbare Prüfungen fortzuführen, als einmal perfekte Maßnahmen zu ergreifen.
Vor dem Posten ein Foto vergrößern. Den Namen der Schule des Kindes nicht schreiben. Icons für Klarnamen- und anonyme Nutzung trennen. Vor einer Cloud-Freigabe den Eigentümernamen ansehen.
Schon durch solche kleinen regelmäßigen Prüfungen sinkt unnötige Sichtbarkeit deutlich. Anonymität ist keine Aufgabe für besondere Tage, sondern eine alltägliche Veröffentlichungsgewohnheit.
Zusammenfassung
Anonymität für Privatpersonen ist eine Denkweise, um Abstand zwischen Alltag und öffentlich sichtbaren Informationen zu halten.
Auch ohne Namensnennung führen Gesichtsfotos, gewohnte Orte, Posting-Zeiten, alte Handles, Familieninformationen und alte Posts näher an einen selbst oder Menschen im Umfeld heran, wenn sie kombiniert werden.
Zuerst zu prüfen sind Suchergebnisse, Social-Media-Profile, alte Posts, Bilder, Cloud-Freigaben und Veröffentlichungsbereiche.
Anonymität ist nicht nur das eigene Problem.
Auch um Kinder, Familie, Freundinnen und Freunde sowie Kolleginnen und Kollegen nicht hineinzuziehen, muss man vor der Veröffentlichung prüfen: "Mit wem verbindet sich diese Information?"
Verwandte Werkzeuge
Archive check
Wayback Machine
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
Privatpersonen können unnötige Identifizierungswege aus Posts, Fotos, gewohnten Orten, alten Handles, Familieninformationen und Cloud-Freigaben verringern.