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Metadaten

Metadaten nach dem Entfernen erneut prüfen

Metadaten können zurückbleiben, auch wenn man glaubt, sie entfernt zu haben.

Bei Bildern, PDFs, Office-Dokumenten, Videos und Audiodateien können Autorenname, Aufnahmezeitpunkt, GPS, Bearbeitungsverlauf, App-Name, Dateiname und eingebettete Informationen an mehreren Stellen gespeichert sein.

Es ist gefährlich, eine Datei nur deshalb für sicher zu halten, weil man einmal auf eine Schaltfläche zum Entfernen geklickt hat.

Für Anonymität ist nicht entscheidend, dass etwas entfernt wurde, sondern dass man nach dem Entfernen im prüfbaren Umfang kontrolliert, ob nichts zurückgeblieben ist.

Dieser Artikel ordnet, was nach dem Entfernen von Metadaten erneut geprüft werden sollte.

Warum erneutes Prüfen nötig ist

Werkzeuge und Apps zum Entfernen von Metadaten sind nützlich.

Sie können jedoch nicht jedes Format, jedes Tag und jede eingebettete Information auf dieselbe Weise entfernen.

GrundErklärung
Speicherorte unterscheiden sich je nach FormatJPEG, PDF, Office und Video haben unterschiedliche interne Strukturen
Nur ein Teil der Informationen verschwindetGPS kann entfernt sein, während der Name der Erstellungs-App zurückbleibt
Beim erneuten Speichern kommen neue Informationen hinzuName der Bearbeitungssoftware oder Aktualisierungszeit können hinzugefügt werden
Sichtbare Informationen verschwinden nichtHintergrund, Spiegelungen, Text und Stimmen müssen separat geprüft werden
Werkzeugergebnisse werden leicht überschätztMan veröffentlicht, obwohl man nur glaubt, die Entfernung sei abgeschlossen

Erneutes Prüfen ist keine Nacharbeit nach dem Entfernen.

Es ist Teil des Entfernens selbst.

Vor und nach dem Entfernen vergleichen

Beim erneuten Prüfen vergleicht man die Datei vor und nach dem Entfernen.

So lässt sich leichter beurteilen, was verschwunden ist und was geblieben ist, als wenn man nur die Datei nach dem Entfernen betrachtet.

PhaseWas ansehenGrund
Vor dem EntfernenWelche Metadaten vorhanden sindRisikobehaftete Elemente erfassen
EntfernungsvorgangWelches Werkzeug verwendet wurde und was getan wurdeVerarbeitungsinhalt festhalten
Nach dem EntfernenOb dieselben Elemente zurückgeblieben sindErgebnis der Entfernung prüfen
Prüfung mit anderem WerkzeugAus einer anderen Perspektive prüfenÜbersehene Punkte eines einzelnen Werkzeugs verringern
SichtprüfungHintergrund und Text prüfenHinweise außerhalb der Metadaten ansehen

Bei Hochrisikodateien trennt man Originaldatei und Veröffentlichungskopie klar.

Grundsätzlich sollte die Originaldatei nicht unverändert hochgeladen werden.

Punkte, die beim erneuten Prüfen anzusehen sind

Beim erneuten Prüfen ändern sich die Prüfpunkte je nach Format.

FormatPrüfpunkte
BildGPS, Aufnahmezeitpunkt, Gerätename, Bearbeitungssoftware, Miniaturbild
PDFAutor, Erstellungs-App, Anmerkungen, eingebettete Dateien, Aktualisierungsverlauf
OfficeAutor, Organisationsname, Kommentare, Änderungsverlauf, ausgeblendete Tabellenblätter
AudioID3-Tags, Aufnahmezeitpunkt, Erstellungs-App, Umgebungsgeräusche
VideoAufnahmezeitpunkt, GPS, Erstellungs-App, Ton, Hintergrund, Text im Bild

Nicht nur die Metadaten, sondern auch der Dateiname wird geprüft.

Ein Dateiname wie 田中_履歴書_final.pdf lässt personenbezogene Informationen zurück, selbst wenn die Metadaten entfernt wurden.

Erneutes Prüfen bedeutet je nach Format etwas anderes

Auch wenn man von Metadaten spricht, unterscheiden sich die Arten, wie sie zurückbleiben, je nach Dateiformat.

Bei Bildern stehen GPS und Aufnahmezeitpunkt im Mittelpunkt.

Bei PDFs werden Autor, Erstellungs-App, Anmerkungen und eingebettete Dateien zum Problem.

Bei Office-Dokumenten werden Autor, Firmenname, Änderungsverlauf, Kommentare und ausgeblendete Tabellenblätter zum Problem.

Bei Audio und Video sind nicht nur Tags, sondern auch Stimmen und Hintergrundgeräusche wichtig.

FormatWorauf beim erneuten Prüfen Wert gelegt wirdGrund
JPEG-Bild, GPS, MiniaturbildAufnahmeort und Aufnahmezeit bleiben leicht zurück
PNG-BildText-Chunks, Erstellungs-AppScreenshot- und Bearbeitungsinformationen können zurückbleiben
PDFAutor, Anmerkungen, eingebettete InhalteNicht sichtbare Informationen bleiben zurück
Office-DokumentKommentare, Änderungsverlauf, ausgeblendete ElementeArbeitsprozess und Organisationsnamen bleiben zurück
Audio und VideoTags, Erstellungs-App, AudioinhaltSowohl Metadaten als auch Inhalt müssen geprüft werden

Wenn man alle Formate mit nur einer Prüfmethode gleich behandelt, nehmen übersehene Punkte zu.

Erst nachdem man weiß, was je nach Format leicht zurückbleibt, prüft man erneut.

Warum lokal prüfen

Dateien, bei denen Anonymität wichtig ist, sollten grundsätzlich nicht zur Prüfung auf externe Websites hochgeladen werden.

Beim Hochladen auf eine externe Website werden Dateiinhalte und Zugriffsprotokolle an diese Website übergeben.

Bei hochvertraulichen Dateien sollten lokale Werkzeuge Vorrang haben.

ExifTool ist ein typisches Werkzeug, mit dem Metadaten lokal geprüft werden können.

URL : https://exiftool.org/

Allerdings verliert auch ein lokales Werkzeug an Bedeutung, wenn das Gerät selbst nicht sicher ist.

Bei der Arbeit auf einem Arbeitsgerät, Schulgerät, gemeinsam genutzten PC oder in einem Cloud-Sync-Ordner müssen auch Protokolle des Geräts und des Speicherorts bedacht werden.

Ablauf des erneuten Prüfens

Der praktische Ablauf lässt sich wie folgt ordnen.

ReihenfolgeArbeitGrund
1Originaldatei aufbewahren und Veröffentlichungskopie erstellenOriginal und Veröffentlichungsversion nicht vermischen
2Metadaten der Veröffentlichungskopie ansehenErfassen, was zurückgeblieben ist
3Nötige Entfernung oder Neuerzeugung durchführenRisikobehaftete Informationen verringern
4Nach dem Entfernen dieselben Elemente erneut prüfenVerarbeitungsergebnis prüfen
5Aus anderer Perspektive das Erscheinungsbild prüfenHintergrund, Spiegelungen, Text und Ton ansehen
6Dateiname und Speicherort prüfenInformationsabfluss über äußere Informationen verhindern

Dieser Ablauf kann mühsam wirken.

Eine einmal veröffentlichte Datei kann jedoch kopiert, gespeichert und weiterverteilt werden.

Vor der Veröffentlichung zu prüfen ist deutlich einfacher, als es nach der Veröffentlichung zu bemerken.

Risiken, die auch nach erneutem Prüfen bleiben

Auch erneutes Prüfen lässt nicht alle Risiken verschwinden.

Selbst wenn Metadaten verschwunden sind, bleiben Hinweise im Inhalt selbst zurück.

Schreibstil, Dokumentinhalt, Bildhintergrund, Stimmen in Audio, Umgebungsgeräusche in Video sowie Zitate und Zeitabläufe in PDFs werden separat geprüft.

Auch auf dem Weg, über den eine Datei gesendet wird, bleiben Protokolle zurück.

Cloud-Freigaben, E-Mail, DMs in sozialen Netzwerken, Upload-Formulare und Whistleblowing-Werkzeuge haben jeweils andere Aufzeichnungen.

Ob man Aufzeichnungen über das erneute Prüfen aufbewahren sollte

Bei Hochrisikoarbeit kann man den Wunsch haben, für sich selbst festzuhalten, was geprüft wurde.

Diese Aufzeichnung selbst kann jedoch zu einem neuen Risiko werden.

AufzeichnungVorsichtspunkt
Screenshot der PrüfergebnisseDateinamen, Pfade oder Benutzernamen können sichtbar sein
ArbeitsnotizenEchte Namen, Orte oder Abläufe können zu ausführlich notiert werden
Cloud-SpeicherungVerbindet sich mit Synchronisierungsverlauf oder Konto
Beratung per ChatGegenüber und Sendezeit werden aufgezeichnet
PapiernotizenAufbewahrungsort und Entsorgung werden zum Problem

Auch wenn Aufzeichnungen nötig sind, sollte man sie nicht in einer Umgebung oder persönlichen Cloud ablegen, die mit einem Klarnamenkonto genutzt wird.

Bei Anonymität werden auch die Spuren der Prüfarbeit selbst bedacht.

Zusammenfassung

Beim Entfernen von Metadaten ist das erneute Prüfen nach dem Entfernen wichtig.

Allein durch die Nutzung eines Entfernungswerkzeugs lässt sich nicht beurteilen, dass alle Informationen verschwunden sind.

Bilder, PDFs, Office, Audio und Video unterscheiden sich darin, wo und in welcher Art Informationen gespeichert werden.

Man muss vor und nach dem Entfernen vergleichen, auch aus anderer Perspektive prüfen und Dateinamen sowie sichtbare Informationen ansehen.

Bei Anonymität wird „ich glaube, ich habe es entfernt“ nicht als sicher behandelt.

Man erstellt eine Veröffentlichungskopie, entfernt Informationen, prüft erneut und kontrolliert zuletzt noch Erscheinungsbild und Übertragungsweg.

Verwandte Werkzeuge

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Metadata inspection

ExifTool

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Metadata removal

MAT2

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