SVGO und manuelle XML-Prüfung
SVGO kann SVG optimieren, ersetzt aber keine manuelle Prüfung von XML, sichtbarem Bild, Dateinamen, Konfiguration und mitgelieferten Dateien.
Vor der Veröffentlichung eines SVG verwendet man manchmal Optimierungswerkzeuge wie SVGO.
Sie sollen unnötige Attribute, Kommentare und Metadaten verringern und die Dateigröße senken.
Das ist ein sinnvoller Arbeitsschritt.
Bei der Anonymitätsprüfung kann man jedoch nicht sagen: "Die Datei lief durch SVGO, also ist sie sicher." Informationen, die ein Werkzeug entfernt, und Informationen, die ein Mensch sehen muss, sind nicht dasselbe.
Dieser Artikel ordnet, wozu SVGO dient und warum danach eine manuelle Prüfung als XML nötig ist.
Was SVGO ist
SVGO ist ein Werkzeug zur Optimierung von SVG-Dateien.
Es wird verwendet, um unnötige Attribute und Metadaten zu entfernen und SVG-Dateien kleiner zu machen. Im offiziellen Repository lassen sich Nutzung, Plugins und Konfigurationsoptionen prüfen.
URL: https://github.com/svg/svgo
Hier geht es um eine Nutzung, bei der offizielle Informationen geprüft und das Werkzeug lokal ausgeführt wird. Wenn SVGs bei Online-Optimierungsdiensten hochgeladen werden, können Informationen im XML und Dateinamen nach außen gelangen.
SVGO ist nützlich, aber kein spezialisiertes Anonymisierungswerkzeug.
Sein Zweck ist vor allem Optimierung. Es beurteilt und entfernt nicht alle Informationen, die Anonymität betreffen.
Was Werkzeuge verringern können
Je nach SVGO-Einstellung lassen sich Kommentare, Metadaten, unnötige Attribute, leere Elemente und Ähnliches verringern.
| Was sich verringern lässt | Beschreibung | Hinweis |
|---|---|---|
| Kommentare | XML-Kommentare entfernen | Hängt von der Einstellung ab |
| Metadaten | metadata-Elemente usw. | Entfernt nicht automatisch alle Informationen |
| Unnötige Attribute | Attribute, die für die Darstellung nicht nötig sind | id oder class können bleiben |
| Leere Elemente | Nicht verwendete Elemente | Nicht alle unsichtbaren Informationen werden beurteilt |
| Dateigröße | Überflüssige Schreibweise verringern | Ist nicht Anonymität selbst |
Optimierung ist ein wichtiger Schritt vor der Veröffentlichung.
Optimierung und Anonymisierung sind jedoch nicht dasselbe.
Warum manuelle Prüfung nötig ist
Ein Werkzeug beurteilt die Bedeutung von Zeichenketten nicht vollständig.
Ob zum Beispiel die ID project-alpha ein interner Projektname oder nur eine Form-ID ist, lässt sich ohne Kontext nicht wissen. Ob ein Ebenenname wie school-map für Anonymität relevant ist, hängt ebenfalls vom Inhalt des Beitrags ab.
| Informationen, die bleiben können | Warum ein Mensch sie prüft |
|---|---|
| id- und class-Namen | Man muss beurteilen, ob interne Begriffe oder Fallnamen enthalten sind |
| text-Elemente | Sichtbarer oder verborgener Text muss geprüft werden |
| Dateiname | Liegt außerhalb der Werkzeugverarbeitung |
| Bedeutung im Bild | Hintergründe und Logos werden durch Optimierung nicht entfernt |
| Kontextabhängige Informationen | Können nur für Beteiligte erkennbar sein |
Bei Anonymität betrachtet man nicht nur die Struktur einer Datei, sondern ihre Bedeutung.
Diese Bedeutungsprüfung muss am Ende ein Mensch durchführen.
Ablauf der manuellen Prüfung
Nach der Optimierung mit SVGO oder einem ähnlichen Werkzeug öffnet man das SVG in einem Texteditor.
Man prüft in der folgenden Reihenfolge.
| Reihenfolge | Was geprüft wird | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Dateiname | Bürgerlicher Name, Fallname oder Datum wird sichtbar |
| 2 | metadata-Element | Ersteller- oder Werkzeuginformationen bleiben erhalten |
| 3 | Kommentare | Arbeitsnotizen oder interne Informationen bleiben erhalten |
| 4 | text-Element | Verborgener Text oder Text vor dem Löschen bleibt erhalten |
| 5 | id und class | Ebenennamen oder interne Begriffe bleiben erhalten |
| 6 | URL | Externe Links oder interne Umgebungen werden sichtbar |
Suchbegriffe dürfen nicht nur der eigene Name sein.
Man prüft auch Firmenname, Schulname, Abteilungsname, Projektname, E-Mail-Adresse, Ortsname, frühere Handles und interne Abkürzungen.
Auch die Sichtprüfung bleibt nötig
Selbst wenn das XML sauber ist, können Informationen als Bild sichtbar bleiben.
Logos, Schilder, Karten, Schullogos, Namensschilder, Benutzernamen, Bildschirmbenachrichtigungen und eigene Diagrammgestaltung werden durch Optimierung nicht entfernt.
| Sichtbare Information | Verbleibendes Risiko | Was geprüft wird |
|---|---|---|
| Logo | Organisation oder Dienst wird sichtbar | Bei Bedarf ersetzen |
| Karte | Gewohnte Orte oder Ort werden sichtbar | Granularität senken |
| Bildschirmoberfläche | Konto oder Benachrichtigung wird sichtbar | Bis zu den Rändern prüfen |
| Eigene Diagrammgestaltung | Verbindung zu früheren Unterlagen | Vorsicht bei Vorlagenwiederverwendung |
Bei SVG prüft man beides: den Inhalt als XML und das Aussehen als Bild.
Nur eine Seite zu prüfen reicht nicht.
Abwägen zwischen SVG und PNG
Wenn Anonymität nötig ist, kann es eine Option sein, nicht SVG, sondern PNG oder ein ähnliches Format zu veröffentlichen.
Durch eine PNG-Umwandlung treten Informationen wie XML-Kommentare oder IDs grundsätzlich nicht mehr nach außen.
Trotzdem bleiben Informationen sichtbar, die als Bild zu sehen sind. Außerdem kann die umgewandelte Bilddatei neue Metadaten bekommen.
| Methode | Vorteil | Hinweis |
|---|---|---|
| Als SVG veröffentlichen | Auch vergrößert scharf, leicht editierbar | Informationen im XML prüfen |
| Nach SVGO veröffentlichen | Überflüssige Schreibweise verringern | Manuelle Prüfung bleibt nötig |
| Als PNG veröffentlichen | XML-Informationen verringern | Bildinhalt und Metadaten prüfen |
Welches Format geeignet ist, hängt vom Zweck und vom Risiko ab.
Wenn keine Veröffentlichung als editierbares Diagramm nötig ist, kann PNG eine Option sein.
Konfigurationsdateien und Originaldateien ebenfalls verwalten
Wenn man SVGO verwendet, denkt man nicht nur an das verarbeitete SVG, sondern auch an Konfigurationsdateien und Originaldateien.
Wenn die Originaldatei im selben Ordner geteilt wird, können Informationen vor der Optimierung mitgegeben werden. Auch eine Konfigurationsdatei kann Projektnamen oder interne Kommentare enthalten.
| Gegenstand | Was geprüft wird | Grund |
|---|---|---|
| Original-SVG | Ob unverarbeitete Informationen zurückbleiben | Kann versehentlich geteilt werden |
| Ausgabe-SVG | Was nach der Optimierung bleibt | Es ist die endgültige Veröffentlichungsdatei |
| Konfigurationsdatei | Interne Kommentare oder Pfade | Kann im Freigabeumfang enthalten sein |
| Ordnername | Fallname oder Organisationsname | Wird bei zip-Freigaben sichtbar |
| README | Arbeitsnotizen oder Verantwortliche | Kann bei Veröffentlichung mitgeliefert werden |
Bei Anonymität reicht es nicht immer, nur die verarbeitete Datei anzusehen.
Man prüft, ob im hochzuladenden Ordner oder in der gesamten zip-Datei Originaldateien oder Notizen mitgemischt sind.
Auch bei Automatisierung am Ende hinschauen
Wenn man SVGO jedes Mal mit denselben Schritten nutzt, kann Automatisierung hilfreich sein.
Automatisierung ersetzt die Prüfung jedoch nicht. Sie ist eher eine Vorverarbeitung, damit ein Mensch am Ende prüfen kann.
Nach der automatischen Verarbeitung öffnet man den Inhalt im Texteditor, zeigt die Datei im Browser an und prüft Dateiname sowie mitgelieferte Dateien.
Bei Hochrisikodateien kann man auch eine Prüfung durch eine andere Person erwägen. Da dieser Person dann ebenfalls die Datei übergeben wird, muss die prüfende Person sorgfältig gewählt werden.
Wenn der Veröffentlichungsgegenstand keine einzelne Datei, sondern eine zip-Datei oder ein Ordner ist, prüft man nicht nur das Ausgabe-SVG, sondern auch die mitgelieferten Inhalte.
Wenn alte SVGs, Ausgangsdaten, Arbeitsnotizen oder Konfigurationsdateien vermischt sind, können Informationen an einer anderen Stelle als in der optimierten Datei austreten.
Zusammenfassung
SVGO ist ein nützliches Werkzeug zur Optimierung von SVG-Dateien.
Kommentare, Metadaten, unnötige Attribute und Ähnliches lassen sich damit verringern.
SVGO ist jedoch kein spezialisiertes Anonymisierungswerkzeug. Interne Begriffe, id, class, text-Elemente, Dateinamen und als Bild sichtbare Informationen müssen Menschen je nach Kontext prüfen.
Vor der Veröffentlichung öffnet man den Inhalt nach Werkzeugverarbeitung wie SVGO als XML und prüft ihn.
Bei Anonymität zählt nicht, dass ein Werkzeug gelaufen ist, sondern was am Ende tatsächlich geblieben ist.
Verwandte Werkzeuge
ExifTool
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
URL : https://exiftool.org/
MAT2
Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.
Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
