Personenbezogene Daten in Suchergebnissen prüfen
Suchergebnisse sind ein Einstiegspunkt, über den andere nach Ihnen suchen.
Echter Name. Früherer Nachname. Handle. E-Mail-Adresse. Benutzername. Name des Arbeitsplatzes. Name der Schule. Name früherer Aktivitäten.
Zu prüfen, was erscheint, wenn man danach sucht, gehört zu den Grundlagen von Anonymität.
Warum man Suchergebnisse ansieht
Bevor man anonyme Aktivität beginnt, muss man frühere Informationen prüfen.
Denn auch wenn ein anonymer Beitrag selbst keinen echten Namen enthält, kann er sich mit früheren Informationen verbinden.
Ein altes Profil bleibt in Suchergebnissen erhalten. Ein früherer Blog nutzt dasselbe Handle. Auf einer Veranstaltungsseite stehen echter Name und Zugehörigkeit. Die Bildersuche zeigt ein früheres Icon.
Solche Informationen verbinden sich mit aktueller anonymer Aktivität.
Suchbegriffe
Bei der Prüfung sucht man mit mehreren Suchbegriffen.
| Wonach gesucht wird | Beispiel | Grund |
|---|---|---|
| Echter Name | Vor- und Nachname, früherer Nachname, romanisierte Schreibweise | Grundlegende Exposition prüfen |
| Handle | alte IDs, andere Namen | frühere Konten finden |
| E-Mail-Adresse | Klarnamenadresse, alte Adresse | Verbindungen zu mehreren Diensten sehen |
| Benutzername | IDs in sozialen Netzwerken oder Spielen | Wiederverwendung prüfen |
| Zugehörigkeitsinformationen | Arbeitsplatz, Schule, Gruppenname | öffentliche Verzeichnisse und Veranstaltungsinformationen ansehen |
| Bild | Icon, Profilfoto | Wiederverwendung von Bildern prüfen |
Ein einzelner Suchbegriff reicht nicht aus. Prüfen Sie auch abweichende Schreibweisen von Namen, lateinische Schreibweisen und alte Handles.
Beim Suchen sollten Sie Wörter nicht nur einzeln prüfen, sondern auch in Kombination. Informationen, die mit dem echten Namen allein nicht erscheinen, können mit "echter Name + Schulname", "Handle + Name des sozialen Netzwerks" oder "E-Mail-Adresse + Benutzername" gefunden werden.
Außerdem können sich die Ergebnisse je nach Suchmaschine unterscheiden. Allgemeine Suche, Bildersuche, Suche innerhalb sozialer Medien, Suche innerhalb von Videoplattformen, Nachrichtensuche und Archivsuche finden unterschiedliche Informationen. Bei einer Prüfung vor anonymer Aktivität untersucht man mindestens Namen, Bilder, E-Mail-Adressen und Benutzernamen, die man früher verwendet hat, über mehrere Einstiegspunkte.
Allerdings kann auch das Suchen selbst Aufzeichnungen hinterlassen. Wenn man mit einem Suchdienst sucht, bei dem man mit echtem Namen angemeldet ist, mit dem Alltagsbrowser, über ein Arbeitsplatz- oder Schulnetzwerk oder auf einem verwalteten Gerät, können Suchbegriffe und aufgerufene Ziele als separate Logs verbleiben. Bei Prüfungen im Zusammenhang mit anonymer Aktivität sollte man auch die Untersuchungsumgebung getrennt betrachten.
| Suchkombination | Was möglicherweise gefunden wird |
|---|---|
| Echter Name + Schulname | Veranstaltungen, Clubs, Forschung, Listen, PDFs |
| Echter Name + Arbeitsplatzname | Vorträge, Recruiting-Artikel, Materialien, Pressemitteilungen |
| Handle + Name des sozialen Netzwerks | alte Konten, Antworten, Profile |
| E-Mail-Adresse + Benutzername | Registrierungsverlauf, öffentliche Profile, Spuren geleakter Informationen |
| Bild + Handle | Wiederverwendung von Icons, frühere Blogs |
Der Zweck, Suchergebnisse anzusehen, ist nicht, sich selbst Vorwürfe zu machen. Es geht darum zu verstehen, welche Informationen von außen gesehen bereits öffentlich sind.
Nicht nur Suchergebnisse, sondern auch Inhalte ansehen
Nur die Titel der Suchergebnisse anzusehen, reicht nicht aus.
Wenn man eine Seite öffnet, können Fließtext, Profile, Bilder, Kommentare, Daten, Zugehörigkeiten und externe Links sichtbar werden.
Achten Sie auch auf die kurzen Beschreibungstexte in Suchergebnissen. Informationen, die von der eigentlichen Seite entfernt wurden, können in einem Suchergebnis-Snippet verbleiben.
Bei der Prüfung betrachtet man Suchergebnisse, Seitentext, Bilder sowie das Vorhandensein von Cache oder Archiven getrennt.
Besonders vorsichtig sollte man bei PDFs, Veranstaltungsseiten, Vorstellungsseiten von Organisationen sowie Materialien von Schule oder Arbeitsplatz sein. Namen, Zugehörigkeiten, E-Mail-Adressen und Gesichtsfotos können nicht nur auf HTML-Seiten, sondern auch in PDFs und Folienmaterialien verbleiben. Auch wenn Informationen im Suchergebnis nicht sichtbar sind, können sie in der Datei stehen, wenn man sie öffnet.
Außerdem können Informationen, die aus dem Seitentext gelöscht wurden, an anderer Stelle verbleiben. Dazu gehören zitierte Artikel, erneut veröffentlichte Seiten, Beiträge in sozialen Medien, Zusammenfassungsseiten, Archivdienste und Suchergebnis-Snippets. Auch wenn eine einzelne Seite gelöscht wird, können Verweise oder Kopien erhalten bleiben.
Bei der Prüfung trennt man den Ort der Information. Steht sie auf der Originalseite, ist sie nur in Suchergebnissen sichtbar, erscheint sie in der Bildersuche, bleibt sie in einem PDF oder in einem Archiv? Wenn der Ort unterschiedlich ist, unterscheidet sich auch die Reaktion.
Auch Bildersuche prüfen
Bilder können stärker verbinden als Namen.
Dasselbe Icon wird wiederverwendet. Dasselbe Profilfoto wird auf mehreren Diensten genutzt. Ein früherer Blog enthält dasselbe Foto.
Durch Bildersuche können frühere Konten gefunden werden.
Bevor man ein Icon oder Bild für anonyme Nutzung festlegt, prüft man, ob es sich mit früher verwendeten Bildern überschneidet.
Bei der Bildersuche prüft man nicht nur Profilfotos, sondern auch früher veröffentlichte Werke, Veranstaltungsfotos, Vortragsfotos, Zimmerfotos und Haustierfotos. Auch wenn die betroffene Person denkt, ein Bild sei "kein Gesicht und deshalb in Ordnung", kann es für Bekannte oder Suchmaschinen ein Hinweis sein.
Vor dem Erstellen eines Icons für anonyme Nutzung prüft man auch, ob sich das Thema mit früheren Icons überschneidet. Wenn man dieselbe Figur, dieselbe Farbgebung, denselben Zeichenstil oder dieselbe selbst erstellte Illustration verwendet, kann die Verbindung trotz anderem Namen entstehen. Auch wenn die Bildersuche keine exakte Übereinstimmung findet, können Bekannte es erkennen.
Bei der Bildprüfung trennt man vier Bereiche: das Bild selbst, den Hintergrund, den Dateinamen, Metadaten und frühere Nutzung.
Gefundene Informationen ordnen
Informationen, die man über die Suche findet, ordnet man, bevor man sie sofort löscht.
- Auf welcher URL sie stehen
- Welche Informationen angezeigt werden
- Ob man sie selbst bearbeiten kann
- Ob eine Anfrage an die Seitenverwaltung nötig ist
- Ob sie nur in Suchergebnissen verbleiben
- Ob sie auch in Archiven verbleiben
Trennen Sie, was gelöscht werden kann, was korrigiert werden kann und was verbleibt.
Wenn man übereilt löscht, kann man später nicht mehr nachvollziehen, was wo stand.
Beim Ordnen trennt man Informationen nach Risikostufe. So behandelt man Informationen, die sofortige Maßnahmen brauchen, nicht genauso wie Informationen, die nur festgehalten werden müssen.
| Klassifikation | Beispiel | Umgang damit |
|---|---|---|
| Starke personenbezogene Daten | Adresse, Telefonnummer, private E-Mail-Adresse, Gesichtsfoto | Löschen, Privatstellen oder Anfrage an die Verwaltung priorisieren |
| Zugehörigkeitsinformationen | Schule, Arbeitsplatz, Organisation, Rolle | prüfen, ob sie sich mit aktueller anonymer Aktivität verbinden |
| Früheres Konto | altes Handle, Profil, Beiträge | Wiederverwendung beenden und zugehörige Informationen ordnen |
| Bildinformationen | Icon, Werk, Hintergrundfoto | auf der anonymen Seite nicht wiederverwenden |
| Informationen nur in Suchergebnissen | Snippet, Cache, alter Titel | sowohl Originalseite als auch Suchseite ansehen |
Nicht alle gefundenen Informationen lassen sich löschen. Manches kann man selbst bearbeiten, für anderes muss man die Verwaltung bitten, bei anderem wartet man auf eine Aktualisierung durch die Suchmaschine, und bei wieder anderem ändert man die eigene Praxis unter der Annahme, dass es nicht gelöscht werden kann. Wichtig ist nicht nur, ob etwas gelöscht werden kann, sondern wie es sich mit aktueller anonymer Aktivität verbindet.
Von aktueller anonymer Aktivität trennen
Der Zweck der Prüfung früherer Informationen ist nicht, die Vergangenheit vollständig zu löschen. Es geht darum zu verhindern, dass sie sich unvorsichtig mit aktueller anonymer Aktivität verbindet.
Wenn zum Beispiel ein altes Handle in der Suche gefunden wird, verwendet man dieses Handle oder einen ähnlichen Namen nicht auf der anonymen Seite. Wenn ein früheres Icon gefunden wird, nutzt man nicht dasselbe Bild oder ein ähnliches Thema. Wenn der echte Name mit einem bestimmten Fachgebiet verbunden ist, senkt man die Granularität, wenn man dieselbe Expertise auf der anonymen Seite zeigt. Wenn frühere Vorträge oder Veranstaltungsteilnahmen gefunden werden, achtet man darauf, wie man Zeit und Ort beschreibt.
Bei Anonymität ist "Informationen löschen" nicht die einzige Gegenmaßnahme. Auf der Grundlage verbleibender Informationen gestaltet man aktuelle Beiträge, Bilder, Benutzernamen, Schreibstil und Tageszeiten.
Insbesondere die Verwendung derselben Wörter wie in früheren Informationen erleichtert eine Verbindung über die Suche. Titel, Zugehörigkeitsnamen, Projektnamen, spezifische Eigennamen aus Hobbys und Namen lokaler Veranstaltungen prüft man, bevor man sie auf der anonymen Seite unverändert nutzt.
Zusammenfassung
Personenbezogene Daten, die in Suchergebnissen verbleiben, werden zu wichtigen Hinweisen für Anonymität.
Suchen Sie nach echtem Namen, Handle, E-Mail-Adresse, Benutzername, Arbeitsplatz, Schule und Bildern, und prüfen Sie, wie Sie von außen sichtbar sind.
Man muss nicht nur Suchergebnisse, sondern auch Seitentext, Bilder, Snippets und Archive ansehen.
Die Prüfung früherer Informationen vor anonymer Aktivität kann das Risiko verringern, dass aktuelle anonyme Aktivität mit früheren Klarnameninformationen verbunden wird.
Verwandte Werkzeuge
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Google Search removal tools
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OSINT Framework
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Google Lens
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ExifTool
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MAT2
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