Learn

284 ArtikelKategorie: Alle
Privatpersonen

Was Deepfakes sind

Deepfakes sind Technologien oder erzeugte Inhalte, bei denen KI und ähnliche Verfahren Gesichter, Stimmen oder Bewegungen von Menschen echt wirkend synthetisieren oder verändern.

Diese Technik wird auch in Videoproduktion und Ausdrucksformen genutzt.

Gleichzeitig wird sie für Identitätsmissbrauch, Harassment, Betrug, sexuelle Bildgenerierung und Rufschädigung mit Gesicht oder Stimme ohne Einwilligung der betroffenen Person genutzt.

Für Anonymität ist wichtig, dass veröffentlichte Bilder und Stimmen später in anderen Kontexten verwendet werden können.

Dieser Artikel erklärt Grundlagen von Deepfakes und Punkte, auf die allgemeine Einzelpersonen achten sollten.

Was mit Deepfakes erstellt wird

Deepfakes können Gesichter ersetzen, Stimmen synthetisieren, Mundbewegungen erzeugen und fiktive Personen erstellen.

ArtBeschreibung
GesichtssyntheseGesicht einer anderen Person in Video oder Bild legen
StimmsyntheseÄußerungen mit einer der Person ähnlichen Stimme erzeugen
LippensynchronisationMundbewegungen passend zu Audio erzeugen
Fiktive PersonBild einer nicht existierenden Person erzeugen
Bildveränderungaussehen lassen, als habe die Person etwas getan, was sie nicht getan hat

Die Technik selbst ist nicht in jeder Nutzung schlecht.

Problematisch ist Nutzung ohne Einwilligung oder mit dem Ziel, Betrachtende zu täuschen.

Veröffentlichte Materialien werden genutzt

Deepfakes brauchen Ausgangsmaterial.

Gesichtsfotos, Videos, Stimme, SNS-Beiträge, Streams, Profilbilder, Familienfotos. Je mehr öffentliches Material vorhanden ist, desto mehr Material steht für Missbrauch bereit.

Auch Stimme wird personenbezogene Information

Bei Deepfakes ist nicht nur das Gesicht, sondern auch die Stimme wichtiges Material.

Wenn Audio-Streams, Videos, Gesprächsaufnahmen, SNS-Audioposts oder Äußerungen bei Veranstaltungen bleiben, können sie für Stimmsynthese oder Identitätsmissbrauch genutzt werden.

AudiomaterialRisiko
Stream-Archivlange Audiospur bleibt
Stimme im VideoGesicht und Stimme bleiben zusammen
AudiopostStimme allein erzeugt Personenähnlichkeit
Veranstaltungsäußerungverbindet sich mit Aktivität und Zugehörigkeit
Gesprächsaufnahmekann Material für vorgetäuschte Identitätsprüfung werden

Auch ohne Gesicht wird Stimme ein Hinweis auf Personenähnlichkeit.

MaterialRisiko
Gesichtsfotokann für Gesichtssynthese oder Identitätsmissbrauch verwendet werden
Videoliefert Mimik und Winkel
Audiokann für Stimmsynthese verwendet werden
Familienfotozieht Menschen im Umfeld hinein
Frühere Beiträgeliefern Kontext und Personenähnlichkeit

Es ist keine einfache Aussage wie: Wer niemals Gesicht oder Stimme zeigt, ist vollständig sicher.

Je weniger öffentliches Material vorhanden ist, desto weniger Missbrauchsmaterial gibt es aber.

Bezug zur Anonymität

Deepfakes hängen auch mit Anonymität zusammen.

Wenn Gesicht oder Stimme einer Person missbraucht werden, können anonyme Aktivität und Klarnameninformation verbunden oder die Glaubwürdigkeit durch gefälschte Informationen beschädigt werden.

RisikoAuswirkung auf Anonymität
Identitätsmissbrauches wirkt, als habe die Person selbst gesprochen
Falsches Bildanonyme Aktivität wird mit Klarnamengesicht verbunden
Stimmenmissbrauchwirkt bei Telefon oder Sprachnachricht wie die Person
Harassmentsoziale Glaubwürdigkeit und Sicherheit werden bedroht
Einbeziehung BeteiligterBilder von Familie oder Mitstreitenden werden ebenfalls genutzt

Bei anonymer Aktivität entscheidet man sorgfältig, ob Gesicht oder Stimme veröffentlicht werden.

Ein einmal verbreitetes Material lässt sich später nicht vollständig zurückholen.

Veröffentlichungen, auf die man achten sollte

Als Deepfake-Vorsorge ist es unrealistisch, alle Fotos und Audios zu entfernen.

Aber vor Veröffentlichung kann man prüfen.

VeröffentlichungZu prüfen
Gesichtsfotoob es hochauflösend und in großer Menge veröffentlicht wird
Videoob Gesichtswinkel und Stimme ausreichend enthalten sind
Audio-Streamob die Stimme allein Personenähnlichkeit zeigt
Familienfotoob Einwilligung und Auswirkungen auf Umfeld bedacht wurden
Profilbildob es zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität wiederverwendet wird

Besonders Videos, in denen Gesicht und Stimme zusammen bleiben, sind starkes Material.

Man überlegt, ob die Veröffentlichung nötig ist und welches Risiko besteht.

Wenn man Gesichtsfotos, Stimmen, Missbrauchsbilder oder verdächtige Videos zu externen generativen KI-, Voice-Cloning-, Bildbearbeitungs- oder Deepfake-Erkennungsdiensten hochlädt, können Material selbst, Zugriffs-IP, Nutzungszeit, Browserinformationen und Such- oder Erkennungsverlauf an den Dienst gelangen. Hochriskantes Material und Missbrauchsbilder sollten auch zur Prüfung nicht leichtfertig externen Diensten gegeben werden.

Echt und falsch werden schwerer zu beurteilen

Das Problem von Deepfakes ist nicht nur, dass Fälschungen entstehen.

Auch echte Bilder und Audios können als „vielleicht gefälscht“ dargestellt werden. Dadurch können Betroffene zu Erklärungen gedrängt oder in ihrer Glaubwürdigkeit beschädigt werden.

Was passiertAuswirkung
Fälschung wird als echt behandeltführt zu Identitätsmissbrauch oder Harassment
Echtes wird als Fälschung behandeltAussage oder Aufzeichnung verliert Glaubwürdigkeit
Erklärung wird erzwungenLast verschiebt sich auf Betroffene
Verbreitung läuft schneller als KorrekturKorrektur erreicht Menschen schwer
Beteiligte werden hineingezogenFamilie oder Arbeitsplatz sind betroffen

Darum ist es nötig, öffentliches Material zu steuern und im Problemfall Beweissicherung mitzudenken.

Wenn Missbrauch auffällt

Wenn man Deepfake oder Identitätsmissbrauch bemerkt, dokumentiert man, bevor man hektisch reagiert.

URL, Screenshot, Post-Zeit, Konto und Verbreitungslage werden gesichert. Wenn sexuelle Bilder, Drohung, Minderjährige, Betrug oder Rufschädigung betroffen sind, erwägt man Plattformmeldung, Fachleute, Anwälte, Polizeiberatung und Unterstützungsorganisationen.

SituationReaktion
Identitätsmissbrauchs-PostURL, Screenshot und Konto sichern
Missbrauch sexueller Bilderzügig Meldung oder Fachstelle erwägen
BetrugsnutzungBeteiligte warnen und Beweise sichern
DrohungSicherheit und Beratung vor Antwort stellen
VerbreitungLöschanfrage und Auswirkungsbereich prüfen

Wichtig ist, es nicht allein zu tragen.

Alltägliche Vorsorge

Deepfakes vollständig zu verhindern ist schwierig.

Trotzdem verringert man Missbrauchsmaterial, indem man öffentliches Material reduziert, Bilder und Stimme zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität nicht wiederverwendet und Fotos von Familie oder Mitstreitenden nicht eigenmächtig veröffentlicht.

VorsorgeWirkung
Nicht zu viele Gesichtsfotos veröffentlichenMaterialmenge sinkt
Videoveröffentlichungen vorsichtig behandelnKombination aus Gesicht und Stimme sinkt
Bilder zwischen Klarnamen und anonym trennenKorrelation vermeiden
Familienfotos nicht zu viel veröffentlichenMenschen im Umfeld nicht hineinziehen
Dokumentationsweg für Vorfälle festlegenBeratung und Meldung werden leichter

Wichtig ist nicht, aus Angst gar nichts mehr tun zu können.

Wichtig ist, selbst zu wählen, welches Material veröffentlicht wird.

Auch Material von Familie und Mitstreitenden beachten

Deepfake-Schäden betreffen nicht immer nur einen selbst.

Familienfotos, Gruppenfotos mit Mitstreitenden, Videos bei Aktivitäten, Kinderfotos und Arbeitsplatz- oder Schulfotos können ebenfalls Missbrauchsmaterial werden. Wer Material ohne Einwilligung veröffentlicht, zieht diese Menschen in Risiken hinein.

MaterialHinweis
FamilienfotoGesicht und gewohnte Orte werden sichtbar
KinderfotoRisiko bleibt weit in die Zukunft
Gruppenfoto mit Mitstreitendenwird leicht zur Liste Beteiligter
Arbeitsplatz- oder SchulfotoZugehörigkeit und Stellung werden sichtbar
Video einer AktivitätGesicht, Stimme und Aussage bleiben zusammen

Auch wenn man selbst ein Material veröffentlichen möchte, behandelt man es vorsichtig, wenn Gesicht oder Stimme anderer Menschen enthalten sind.

Bei Schaden nicht zu viel erklären

Wenn Missbrauch auffällt, möchte man manchmal sofort ausführlich erklären.

In solchen Erklärungen können aber neue personenbezogene Informationen auftauchen. Zuerst sichert man Beweise und prüft Meldung oder Beratungsstellen.

Hektisch naheliegende HandlungHinweis
Lang widersprechenzusätzliche persönliche Informationen erscheinen leicht
Gegenüber verfolgenweiteres Harassment kann entstehen
Beweise löschenBeratung und Meldung werden schwieriger
An Beteiligte verbreitenMissbrauchsbild kann weiterverbreitet werden
Alles allein tragenEntscheidung verzögert sich

Im Schadensfall haben Sichern, Melden und Beratung Vorrang vor öffentlichem Widerspruch.

Zusammenfassung

Deepfakes sind Technologien und erzeugte Inhalte, die Gesicht oder Stimme mit KI und ähnlichen Verfahren echt wirkend synthetisieren oder verändern.

Sie werden für Ausdruck genutzt, aber auch für Identitätsmissbrauch, Harassment, Betrug und Missbrauch sexueller Bilder.

Veröffentlichte Gesichtsfotos, Videos, Audios und Profilbilder können später in anderen Kontexten genutzt werden.

Für Anonymität prüft man, wie weit Gesicht und Stimme veröffentlicht werden und ob Bilder zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität wiederverwendet werden.

Wenn Missbrauch auffällt, sichert man Beweise und erwägt bei Bedarf Meldung oder fachliche Beratung.

Verwandte Werkzeuge

Reverse image search

Google Lens

Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.

Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.

URL : https://lens.google/

Externe Website öffnen
Face search

PimEyes

Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.

Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.

URL : https://pimeyes.com/

Externe Website öffnen
Metadata inspection

ExifTool

Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.

Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.

URL : https://exiftool.org/

Externe Website öffnen
Metadata removal

MAT2

Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.

Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.

URL : https://0xacab.org/jvoisin/mat2

Externe Website öffnen
Audio and video

FFmpeg

Eine externe Ressource zu diesem Artikel. Öffne sie nur, wenn sie zu deiner Situation und deinem Bedrohungsmodell passt.

Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.

URL : https://ffmpeg.org/

Externe Website öffnen

Verwandte Artikel