Deepfakes sind Technologien oder erzeugte Inhalte, bei denen KI und ähnliche Verfahren Gesichter, Stimmen oder Bewegungen von Menschen echt wirkend synthetisieren oder verändern.
Diese Technik wird auch in Videoproduktion und Ausdrucksformen genutzt.
Gleichzeitig wird sie für Identitätsmissbrauch, Harassment, Betrug, sexuelle Bildgenerierung und Rufschädigung mit Gesicht oder Stimme ohne Einwilligung der betroffenen Person genutzt.
Für Anonymität ist wichtig, dass veröffentlichte Bilder und Stimmen später in anderen Kontexten verwendet werden können.
Dieser Artikel erklärt Grundlagen von Deepfakes und Punkte, auf die allgemeine Einzelpersonen achten sollten.
Was mit Deepfakes erstellt wird
Deepfakes können Gesichter ersetzen, Stimmen synthetisieren, Mundbewegungen erzeugen und fiktive Personen erstellen.
Art
Beschreibung
Gesichtssynthese
Gesicht einer anderen Person in Video oder Bild legen
Stimmsynthese
Äußerungen mit einer der Person ähnlichen Stimme erzeugen
Lippensynchronisation
Mundbewegungen passend zu Audio erzeugen
Fiktive Person
Bild einer nicht existierenden Person erzeugen
Bildveränderung
aussehen lassen, als habe die Person etwas getan, was sie nicht getan hat
Die Technik selbst ist nicht in jeder Nutzung schlecht.
Problematisch ist Nutzung ohne Einwilligung oder mit dem Ziel, Betrachtende zu täuschen.
Veröffentlichte Materialien werden genutzt
Deepfakes brauchen Ausgangsmaterial.
Gesichtsfotos, Videos, Stimme, SNS-Beiträge, Streams, Profilbilder, Familienfotos. Je mehr öffentliches Material vorhanden ist, desto mehr Material steht für Missbrauch bereit.
Auch Stimme wird personenbezogene Information
Bei Deepfakes ist nicht nur das Gesicht, sondern auch die Stimme wichtiges Material.
Wenn Audio-Streams, Videos, Gesprächsaufnahmen, SNS-Audioposts oder Äußerungen bei Veranstaltungen bleiben, können sie für Stimmsynthese oder Identitätsmissbrauch genutzt werden.
Audiomaterial
Risiko
Stream-Archiv
lange Audiospur bleibt
Stimme im Video
Gesicht und Stimme bleiben zusammen
Audiopost
Stimme allein erzeugt Personenähnlichkeit
Veranstaltungsäußerung
verbindet sich mit Aktivität und Zugehörigkeit
Gesprächsaufnahme
kann Material für vorgetäuschte Identitätsprüfung werden
Auch ohne Gesicht wird Stimme ein Hinweis auf Personenähnlichkeit.
Material
Risiko
Gesichtsfoto
kann für Gesichtssynthese oder Identitätsmissbrauch verwendet werden
Video
liefert Mimik und Winkel
Audio
kann für Stimmsynthese verwendet werden
Familienfoto
zieht Menschen im Umfeld hinein
Frühere Beiträge
liefern Kontext und Personenähnlichkeit
Es ist keine einfache Aussage wie: Wer niemals Gesicht oder Stimme zeigt, ist vollständig sicher.
Je weniger öffentliches Material vorhanden ist, desto weniger Missbrauchsmaterial gibt es aber.
Bezug zur Anonymität
Deepfakes hängen auch mit Anonymität zusammen.
Wenn Gesicht oder Stimme einer Person missbraucht werden, können anonyme Aktivität und Klarnameninformation verbunden oder die Glaubwürdigkeit durch gefälschte Informationen beschädigt werden.
Risiko
Auswirkung auf Anonymität
Identitätsmissbrauch
es wirkt, als habe die Person selbst gesprochen
Falsches Bild
anonyme Aktivität wird mit Klarnamengesicht verbunden
Stimmenmissbrauch
wirkt bei Telefon oder Sprachnachricht wie die Person
Harassment
soziale Glaubwürdigkeit und Sicherheit werden bedroht
Einbeziehung Beteiligter
Bilder von Familie oder Mitstreitenden werden ebenfalls genutzt
Bei anonymer Aktivität entscheidet man sorgfältig, ob Gesicht oder Stimme veröffentlicht werden.
Ein einmal verbreitetes Material lässt sich später nicht vollständig zurückholen.
Veröffentlichungen, auf die man achten sollte
Als Deepfake-Vorsorge ist es unrealistisch, alle Fotos und Audios zu entfernen.
Aber vor Veröffentlichung kann man prüfen.
Veröffentlichung
Zu prüfen
Gesichtsfoto
ob es hochauflösend und in großer Menge veröffentlicht wird
Video
ob Gesichtswinkel und Stimme ausreichend enthalten sind
Audio-Stream
ob die Stimme allein Personenähnlichkeit zeigt
Familienfoto
ob Einwilligung und Auswirkungen auf Umfeld bedacht wurden
Profilbild
ob es zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität wiederverwendet wird
Besonders Videos, in denen Gesicht und Stimme zusammen bleiben, sind starkes Material.
Man überlegt, ob die Veröffentlichung nötig ist und welches Risiko besteht.
Wenn man Gesichtsfotos, Stimmen, Missbrauchsbilder oder verdächtige Videos zu externen generativen KI-, Voice-Cloning-, Bildbearbeitungs- oder Deepfake-Erkennungsdiensten hochlädt, können Material selbst, Zugriffs-IP, Nutzungszeit, Browserinformationen und Such- oder Erkennungsverlauf an den Dienst gelangen. Hochriskantes Material und Missbrauchsbilder sollten auch zur Prüfung nicht leichtfertig externen Diensten gegeben werden.
Echt und falsch werden schwerer zu beurteilen
Das Problem von Deepfakes ist nicht nur, dass Fälschungen entstehen.
Auch echte Bilder und Audios können als „vielleicht gefälscht“ dargestellt werden. Dadurch können Betroffene zu Erklärungen gedrängt oder in ihrer Glaubwürdigkeit beschädigt werden.
Was passiert
Auswirkung
Fälschung wird als echt behandelt
führt zu Identitätsmissbrauch oder Harassment
Echtes wird als Fälschung behandelt
Aussage oder Aufzeichnung verliert Glaubwürdigkeit
Erklärung wird erzwungen
Last verschiebt sich auf Betroffene
Verbreitung läuft schneller als Korrektur
Korrektur erreicht Menschen schwer
Beteiligte werden hineingezogen
Familie oder Arbeitsplatz sind betroffen
Darum ist es nötig, öffentliches Material zu steuern und im Problemfall Beweissicherung mitzudenken.
Wenn Missbrauch auffällt
Wenn man Deepfake oder Identitätsmissbrauch bemerkt, dokumentiert man, bevor man hektisch reagiert.
URL, Screenshot, Post-Zeit, Konto und Verbreitungslage werden gesichert. Wenn sexuelle Bilder, Drohung, Minderjährige, Betrug oder Rufschädigung betroffen sind, erwägt man Plattformmeldung, Fachleute, Anwälte, Polizeiberatung und Unterstützungsorganisationen.
Situation
Reaktion
Identitätsmissbrauchs-Post
URL, Screenshot und Konto sichern
Missbrauch sexueller Bilder
zügig Meldung oder Fachstelle erwägen
Betrugsnutzung
Beteiligte warnen und Beweise sichern
Drohung
Sicherheit und Beratung vor Antwort stellen
Verbreitung
Löschanfrage und Auswirkungsbereich prüfen
Wichtig ist, es nicht allein zu tragen.
Alltägliche Vorsorge
Deepfakes vollständig zu verhindern ist schwierig.
Trotzdem verringert man Missbrauchsmaterial, indem man öffentliches Material reduziert, Bilder und Stimme zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität nicht wiederverwendet und Fotos von Familie oder Mitstreitenden nicht eigenmächtig veröffentlicht.
Vorsorge
Wirkung
Nicht zu viele Gesichtsfotos veröffentlichen
Materialmenge sinkt
Videoveröffentlichungen vorsichtig behandeln
Kombination aus Gesicht und Stimme sinkt
Bilder zwischen Klarnamen und anonym trennen
Korrelation vermeiden
Familienfotos nicht zu viel veröffentlichen
Menschen im Umfeld nicht hineinziehen
Dokumentationsweg für Vorfälle festlegen
Beratung und Meldung werden leichter
Wichtig ist nicht, aus Angst gar nichts mehr tun zu können.
Wichtig ist, selbst zu wählen, welches Material veröffentlicht wird.
Auch Material von Familie und Mitstreitenden beachten
Deepfake-Schäden betreffen nicht immer nur einen selbst.
Familienfotos, Gruppenfotos mit Mitstreitenden, Videos bei Aktivitäten, Kinderfotos und Arbeitsplatz- oder Schulfotos können ebenfalls Missbrauchsmaterial werden. Wer Material ohne Einwilligung veröffentlicht, zieht diese Menschen in Risiken hinein.
Material
Hinweis
Familienfoto
Gesicht und gewohnte Orte werden sichtbar
Kinderfoto
Risiko bleibt weit in die Zukunft
Gruppenfoto mit Mitstreitenden
wird leicht zur Liste Beteiligter
Arbeitsplatz- oder Schulfoto
Zugehörigkeit und Stellung werden sichtbar
Video einer Aktivität
Gesicht, Stimme und Aussage bleiben zusammen
Auch wenn man selbst ein Material veröffentlichen möchte, behandelt man es vorsichtig, wenn Gesicht oder Stimme anderer Menschen enthalten sind.
Bei Schaden nicht zu viel erklären
Wenn Missbrauch auffällt, möchte man manchmal sofort ausführlich erklären.
In solchen Erklärungen können aber neue personenbezogene Informationen auftauchen. Zuerst sichert man Beweise und prüft Meldung oder Beratungsstellen.
Im Schadensfall haben Sichern, Melden und Beratung Vorrang vor öffentlichem Widerspruch.
Zusammenfassung
Deepfakes sind Technologien und erzeugte Inhalte, die Gesicht oder Stimme mit KI und ähnlichen Verfahren echt wirkend synthetisieren oder verändern.
Sie werden für Ausdruck genutzt, aber auch für Identitätsmissbrauch, Harassment, Betrug und Missbrauch sexueller Bilder.
Veröffentlichte Gesichtsfotos, Videos, Audios und Profilbilder können später in anderen Kontexten genutzt werden.
Für Anonymität prüft man, wie weit Gesicht und Stimme veröffentlicht werden und ob Bilder zwischen Klarnamen- und anonymer Aktivität wiederverwendet werden.
Wenn Missbrauch auffällt, sichert man Beweise und erwägt bei Bedarf Meldung oder fachliche Beratung.
Verwandte Werkzeuge
Reverse image search
Google Lens
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Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
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