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Erstellerinformationen in Office-Dateien

In Office-Dateien wie Word, Excel und PowerPoint können Erstellerinformationen verbleiben.

Auch wenn im Text kein Name steht, können in internen Dateieigenschaften Personenname, Firmenname, Benutzername, Vorlagenname, Änderungsverlauf und Kommentare bleiben. Beim anonymen Teilen von Unterlagen ist das ein starker Hinweis.

Dieser Artikel ordnet ein, wie Erstellerinformationen in Office-Dateien mit Anonymität zusammenhängen.

Was sind Erstellerinformationen?

Office-Dateien enthalten nicht nur den Dokumenttext, sondern auch Informationen zur Erstellung und Bearbeitung.

InformationBeispielRisiko für Anonymität
ErstellerPersonenname, OS-BenutzernameDer Name der Person erscheint direkt
FirmennameOrganisationsname, AbteilungsnameZugehörigkeit wird sichtbar
Zuletzt bearbeitet vonName der bearbeitenden PersonBeteiligte werden sichtbar
VorlageName einer internen VorlageOrganisation oder Abteilung wird vermutet
KommentarKorrekturperson, interne NotizBeteiligte und Entscheidungsprozess bleiben

Office-Dateien sind ein praktisches Format für gemeinsame Bearbeitung und Korrektur.

Diese Bequemlichkeit wird für Anonymität zum Risiko.

Änderungsverlauf und Kommentare

In Office-Dokumenten können Änderungsverlauf und Kommentare verbleiben.

Auch wenn der sichtbare Text bereinigt wurde, können Kommentare mit Klarnamen, Mailadressen, internen Gesprächen oder Entscheidungsgruenden Beteiligte erkennen lassen.

FunktionVerbleibende InformationHinweis
ÄnderungsverlaufWer wo bearbeitet hatKann auch in der Endfassung bleiben
KommentareInterne Notizen oder NamenVor Veröffentlichung löschen
Ausgeblendete BlätterHintergrunddaten oder NotizenBesonders in Excel beachten
NotizenNotizen für VortragendeBleiben in PowerPoint leicht erhalten
LinksInterne Pfade oder Cloud-URLsOrganisationsinformationen treten aus

Bei Office-Dateien reicht es nicht, nur die sichtbare Seite anzusehen.

Korrekturinformationen und ausgeblendete Informationen werden geprüft.

Umwandlung in PDF ist nicht automatisch sicher

Eine Office-Datei in PDF umzuwandeln bedeutet nicht automatisch, dass sie sicher ist.

Im erzeugten PDF können Titel, Ersteller und Erstellungssoftware verbleiben. Wenn die ursprüngliche Office-Datei über einen anderen Weg geteilt wird, bleiben dort ebenfalls Erstellerinformationen.

VorgangMöglicherweise verbleibendWas zu prüfen ist
PDF-UmwandlungErsteller oder TitelPDF-Eigenschaften ansehen
DruckausgabeRand, Kopfzeile, WasserzeichenSichtbares Aussehen prüfen
Gemeinsame BearbeitungVerlauf oder KommentareQuelldatei prüfen
Cloud-FreigabeEigentümername oder BearbeitungsverlaufSichtbarkeit am Freigabeziel prüfen
Dateiname ändernInterne Informationen bleibenNicht nur nach dem Namen urteilen

Für eine Veröffentlichungsfassung prüft man sowohl die Office-Quelldatei als auch das umgewandelte PDF. Wenn man jedoch externe Umwandlungsdienste oder Online-Dokumentprüfdienste nutzt, können Dokumentinhalt, Erstellerinformationen und Zugriffsinformationen an diesen Dienst übergeben werden. Bei riskanten Unterlagen priorisiert man Umwandlung und Prüfung in einer lokalen Umgebung.

Prüfschritte

Wenn man Office-Dateien anonym behandelt, erstellt man eine Veröffentlichungskopie.

SchrittWas zu prüfen ist
1Quelldatei nicht direkt veröffentlichen
2Veröffentlichungskopie erstellen
3Ersteller, Firmenname und zuletzt bearbeitende Person prüfen
4Kommentare, Änderungsverlauf und ausgeblendete Blätter prüfen
5Dateiname, Ordnername und Links prüfen
6Auch nach Umwandlung in PDF erneut prüfen
7Prüfen, ob am Upload-Ziel ein Eigentümername erscheint

Bei Whistleblowing oder Recherchematerialien gibt es Situationen, in denen man den Umgang mit Dateien nicht allein entscheiden sollte.

Sowohl Beweiswert als auch Anonymität müssen bedacht werden.

Typische Situationen, in denen Erstellerinformationen bleiben

Erstellerinformationen gelangen an Stellen hinein, die man selbst nicht bemerkt.

Dokumente, die auf einem Firmen-PC erstellt wurden, Unterlagen aus einem Schul- oder Hochschulkonto, Dateien eines OS-Benutzers mit Personenname und gemeinsam bearbeitete Dokumente können Informationen der Erstellungsumgebung enthalten.

SituationInformationen, die leicht bleibenHinweis
Erstellung auf Firmen-PCFirmenname, BenutzernameVerbindet mit Organisation
Erstellung mit SchulkontoSchulname, MailadresseInformationen zu Minderjährigen oder Studierenden treten aus
Gemeinsame BearbeitungBearbeiternamen, KommentareBezieht Beteiligte ein
VorlagennutzungName interner VorlageAbteilung oder Projekt wird sichtbar
Erstellung auf privatem PCOS-BenutzernameKlarname kann enthalten sein

Office-Dateien tragen mit sich, in welcher Umgebung sie erstellt wurden.

Wenn man sie anonym herausgibt, prüft man auch die Informationen der Erstellungsumgebung.

Auch nach dem Löschen erneut prüfen

Selbst wenn man Erstellerinformationen gelöscht zu haben glaubt, können Namen an anderer Stelle bleiben.

Kommentare, Änderungsverlauf, ausgeblendete Blätter, Links, Dateinamen und Eigenschaften nach PDF-Umwandlung werden geprüft. Besonders bei Excel ist wichtig, nicht nur nach sichtbaren Blättern zu urteilen.

PrüfortInformationen
DokumenteigenschaftenErsteller, Firmenname, Titel
KommentareNamen, interne Notizen
ÄnderungsverlaufBearbeiter, Änderungsinhalt
Ausgeblendete InformationenAusgeblendete Blätter, Notizen
Umgewandeltes PDFErstellerinformationen auf PDF-Seite

Erstellerinformationen betreffen nicht nur die veröffentlichende Person.

Auch Namen von Mitbearbeitenden, Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, Lehrkräften, Studierenden oder Familienmitgliedern können bleiben. Bei Anonymität prüft man nicht nur, ob der eigene Name erscheint, sondern auch, ob Namen von Beteiligten sichtbar sind.

Auch erhaltene Office-Dateien beachten

Erstellerinformationen in Office-Dateien sind nicht nur ein Problem eigener Dateien.

Wenn man Unterlagen von jemand anderem unverändert veröffentlicht, können Name, Organisationsname oder Bearbeitungsverlauf dieser Person nach außen gelangen. Bei Anonymität müssen auch Informationen von Quellen und Beteiligten geschützt werden, nicht nur die eigenen.

Erhaltene InformationRisiko
ErstellernameQuelle wird erkennbar
FirmennameZugehörige Organisation wird sichtbar
KommentarInterne Gespräche treten aus
ÄnderungsverlaufReihenfolge der Beteiligten wird sichtbar
DateinameProjekt oder Abteilung wird sichtbar

Auch vor der Veröffentlichung erhaltener Office-Dateien erstellt man eine Veröffentlichungskopie und prüft Erstellerinformationen.

Erstellungsumgebung trennen

Bei Dokumenten, für die Anonymität wichtig ist, ist es sicherer, bereits die Erstellungsumgebung zu trennen.

Wenn man die Office-Umgebung mit Klarname, einen Firmen-PC, ein Schulkonto oder die private Cloud nutzt, gelangen Ersteller- und Freigabeinformationen leichter hinein. Man kann sie später löschen, aber von Anfang an nicht zu mischen verringert die Prüflast.

UmgebungHäufiges ProblemDenkweise
Firmen-PCFirmenname oder Benutzername wird eingetragenNicht für anonyme Veröffentlichung nutzen
SchulkontoSchulname oder Mailadresse bleibtVon privaten Aktivitäten trennen
Private CloudEigentümername erscheintFreigabeweg trennen
Normaler OS-BenutzerBenutzername mit Klarname wird eingetragenVeröffentlichungsumgebung vorbereiten
Gemeinsame BearbeitungNamen Beteiligter bleibenIn Veröffentlichungskopie bereinigen

Auch wenn die Erstellungsumgebung getrennt ist, müssen Text und Dateiname geprüft werden.

Wenn man jedoch von Anfang an keine Klarnamenumgebung nutzt, reduziert man Informationen, die später versehentlich nicht gelöscht werden. Bei Anonymität ist nicht nur Löschen wichtig, sondern ein Design ohne Vermischung.

Zusammenfassung

In Office-Dateien können Ersteller, Firmenname, zuletzt bearbeitende Person, Kommentare, Änderungsverlauf, ausgeblendete Blätter und Links verbleiben.

Bei Anonymität prüft man nicht nur den Text, sondern auch Informationen im Inneren der Datei.

Auch nach Umwandlung in PDF können Erstellerinformationen verbleiben.

Vor der Veröffentlichung erstellt man eine Veröffentlichungskopie und prüft sowohl Quelldatei als auch umgewandelte Datei.

Bei riskanten Unterlagen ist es auch wichtig, vertrauenswürdige Beratungsstellen zu nutzen, um Beweiswert und Sicherheit zusammen zu halten.

Verwandte Werkzeuge

Metadata inspection

ExifTool

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Metadata removal

MAT2

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