Trennung von E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Wiederherstellungswegen
E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wiederherstellungswege, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Kontaktsynchronisierung können anonyme Konten mit der Klarnamenseite verbinden.
Wenn man ein anonymes Konto erstellt und nur Anzeigename oder Profil betrachtet, übersieht man wichtige Teile.
E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Wiederherstellungskonto, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Kontaktsynchronisierung. Diese können von außen unsichtbar sein. In den Systemen eines Dienstes werden sie jedoch zu starken Identifizierungsinformationen.
Wenn man eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, die man mit Klarnamen nutzt, für ein anonymes Konto verwendet, wird der Sinn der Kontentrennung geschwächt. Auch wenn es von außen anonym aussieht, verbindet es sich über Registrierungsinformationen oder Wiederherstellungswege mit der Klarnamenseite.
Dieser Artikel ordnet, wie E-Mail, Telefonnummer und Wiederherstellungswege getrennt werden sollten, bevor man ein anonymes Konto erstellt.
Registrierungsinformationen werden zu starken Identifikatoren
Bei Anonymität reicht es nicht, nur Beitragsinhalt oder IP-Adresse zu betrachten.
Auch die Informationen, die bei der Kontoerstellung genutzt werden, sind wichtig. E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Wiederherstellungs-E-Mail, Gerät für Zwei-Faktor-Authentifizierung und Kontaktsynchronisierung werden von Diensten zur Nutzerverwaltung verwendet.
| Information | Womit sie sich verbindet | Hinweis |
|---|---|---|
| E-Mail-Adresse | Klarnamenkonto, frühere Registrierungen, Kontakte | Wiederverwendung führt zu Korrelation |
| Telefonnummer | Identitätsprüfung, SMS-Authentifizierung, Kontakte | Wird zu starker persönlicher Identifizierungsinformation |
| Wiederherstellungs-E-Mail | Klarnamenumgebung, normale E-Mail | Verbindet intern auch dann, wenn sie von außen unsichtbar ist |
| Zwei-Faktor-Authentifizierung | Gerät, Authenticator-App, Telefonnummer | Kann sich mit Klarnamengeräten vermischen |
| Kontaktsynchronisierung | Bekannte, Familie, Arbeitsplatz | Kann für Empfehlungen oder Beziehungsschlüsse genutzt werden |
Registrierungsinformationen werden nicht immer im Profil angezeigt. Unsichtbarkeit bedeutet jedoch nicht Sicherheit.
E-Mail-Adressen trennen
Grundsätzlich verwendet man für anonyme Konten keine Klarnamen-E-Mail.
Mit der E-Mail-Adresse, die man gewöhnlich nutzt, sind echter Name, Arbeitsplatz, Schule, frühere Konten, Zahlungen, Cloud und Kontakte verbunden. Wenn diese E-Mail für ein anonymes Konto genutzt wird, entsteht dienstintern eine starke Korrelation.
Auch die Zeichenfolge der E-Mail-Adresse erfordert Vorsicht. Wenn echter Name, Geburtstag, alter Handle, Gaming-ID, Arbeitsplatzname oder Regionsname enthalten sind, werden sie auch bei äußerer Sichtbarkeit zu Hinweisen.
| Prüfpunkt | Grund |
|---|---|
| Keine Klarnamen-E-Mail verwenden | Direkte Verbindung zur Klarnamenseite |
| Keinen alten Handle enthalten | Verbindung zu früheren Konten über Suche |
| Keine Arbeits- oder Schul-E-Mail | Zugehörigkeit wird eindeutig sichtbar |
| Wiederherstellungsziel ist keine Klarnamen-E-Mail | Korrelation über Wiederherstellungsweg |
| Nicht dieselbe E-Mail für mehrere anonyme Konten nutzen | Konten werden miteinander verbunden |
Auch wenn man eine E-Mail für anonyme Nutzung erstellt, vermischt man diese E-Mail selbst nicht mit der normalen Klarnamenumgebung.
Telefonnummern trennen
Telefonnummern können noch stärkere Identifikatoren sein als E-Mail-Adressen.
Viele Dienste nutzen Telefonnummern für SMS-Authentifizierung, Identitätsprüfung, Missbrauchsprävention und Kontowiederherstellung. Wenn dieselbe Telefonnummer für Klarnamenkonten und anonyme Konten genutzt wird, wird sie dienstintern zu Material, um beide als dieselbe nutzende Person zu behandeln.
Telefonnummern hängen außerdem mit Kontaktsynchronisierung zusammen. Wenn eine im Smartphone von Bekannten gespeicherte Telefonnummer mit einem Dienstkonto verbunden wird, kann das Empfehlungen oder Vorschläge möglicher Bekannter beeinflussen.
| Nutzung | Risiko |
|---|---|
| Dieselbe Nummer wie beim Klarnamenkonto | Starke Korrelation zwischen Konten |
| Arbeitsnummer | Zugehörigkeit wird verbunden |
| Mit Familie geteilte Nummer | Beteiligte Personen werden hineingezogen |
| Mit Kontaktsynchronisierung | Beziehungen zu Bekannten werden sichtbar |
| Für SMS-Wiederherstellung | Bleibt als Wiederherstellungsweg erhalten |
Wenn ein Dienst für anonyme Nutzung eine Telefonnummer verlangt, überprüft man an diesem Punkt das Bedrohungsmodell. Dienste, die eine Nummer verlangen, können für anonymen Betrieb ungeeignet sein.
Auch Wiederherstellungswege trennen
Bei anonymen Konten achtet man nicht nur auf E-Mail und Telefonnummer bei der Registrierung, sondern auch auf Wiederherstellungswege.
Wiederherstellungs-E-Mail, Backup-Codes, Authenticator-App, Ersatztelefonnummer und verknüpfte Konten sind oft von außen unsichtbar. Für die Kontoverwaltung sind sie jedoch sehr starke Verbindungspunkte.
Wenn etwa bei einem anonymen Konto als Wiederherstellungsziel eine Klarnamen-E-Mail eingestellt wird, sieht es im Alltag anonym aus, ist aber über den Wiederherstellungsweg mit der Klarnamenumgebung verbunden.
| Wiederherstellungsweg | Hinweis |
|---|---|
| Wiederherstellungs-E-Mail | Keine Klarnamen-E-Mail verwenden |
| Ersatztelefonnummer | Normale Nummer führt zu Korrelation |
| Authenticator-App | Kann sich mit Klarnamengerät vermischen |
| Backup-Codes | Nicht in Klarnamen-Cloud speichern |
| Verknüpfter Login | Kann mit Google, Apple usw. der Klarnamenseite verbunden sein |
Wiederherstellungswege werden oft erst später zum Problem. Wenn sie am Anfang nicht getrennt werden, ist es später schwer, sie zu korrigieren.
Kontaktsynchronisierung vermeiden
Smartphone-Apps fordern manchmal Zugriff auf Kontakte.
Wenn man bei einem anonymen Konto Kontaktsynchronisierung erlaubt, kann es mit Familie, Freundinnen und Freunden, Arbeitsplatz oder Schulumfeld verbunden werden. Außerdem kann es bei anderen als "vielleicht bekannte Person" angezeigt werden.
Bei anonymem Betrieb vermeidet man Kontaktsynchronisierung grundsätzlich. Besondere Vorsicht ist nötig, wenn ein anonymes Konto auf einem Klarnamen-Smartphone genutzt wird.
| Synchronisierte Daten | Was passiert |
|---|---|
| Telefonbuch | Beziehungen zu Bekannten gelangen zum Dienst |
| E-Mail-Kontakte | Beziehungen der Klarnamenseite werden sichtbar |
| SNS-Verknüpfung | Konten werden miteinander verbunden |
| Empfehlungsanzeige | Anonymes Konto kann Bekannten sichtbar werden |
Bei Anonymität ist wichtig, nicht nur sich selbst, sondern auch beteiligte Personen nicht hineinzuziehen.
Prüfung vor der Erstellung
Vor der Erstellung eines anonymen Kontos prüft man die Registrierungsinformationen.
| Prüfpunkt | Warum prüfen |
|---|---|
| Spezielle E-Mail vorbereitet | Korrelation mit Klarnamen-E-Mail vermeiden |
| Geprüft, ob Telefonnummer nötig ist | Vor Nutzung eines starken Identifikators entscheiden |
| Wiederherstellungsziel getrennt | Keine Verbindung zur Klarnamenseite über Wiederherstellungsweg |
| Kontaktsynchronisierung abgelehnt | Beziehungen zu Bekannten nicht übergeben |
| Speicherort getrennt | Backup-Codes und Authentifizierungsdaten nicht in Klarnamen-Cloud legen |
Wenn an dieser Stelle unklare Punkte bleiben, sollte man sich nicht sofort registrieren. Registrierungsinformationen lassen sich später möglicherweise nicht vollständig löschen.
Hinweise beim Ändern
Wenn bereits ein anonymes Konto erstellt wurde, möchte man später manchmal E-Mail oder Telefonnummer ändern.
Eine Änderung kann wirksam sein. Frühere Informationen können jedoch als Verlauf im Dienst verbleiben. Außerdem können durch die Änderung neue Spuren entstehen, etwa Benachrichtigungen an die Klarnamen-E-Mail, Login mit dem Alltagsgerät oder eine verlangte Identitätsprüfung.
| Was geändert wird | Hinweis |
|---|---|
| E-Mail-Adresse | Benachrichtigungen können bei der alten E-Mail bleiben |
| Telefonnummer | SMS-Authentifizierung oder Identitätsprüfung entsteht |
| Wiederherstellungsziel | Klarnamen-E-Mail nicht vorübergehend verwenden |
| Zwei-Faktor-Authentifizierung | Vermischung von Authenticator-App und Gerät beachten |
| Verknüpfter Login | Frühere Verknüpfungshistorie kann auch nach Trennung bleiben |
Auch beim Ändern ist wichtig, nicht hastig zu handeln. Man prüft vorab, in welcher Umgebung man sich anmeldet, welche Benachrichtigung wohin geht und was nach der Änderung zurückbleibt.
Zusammenfassung
Bei anonymen Konten müssen nicht nur Anzeigename und Profil, sondern auch Registrierungsinformationen getrennt werden.
E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Wiederherstellungs-E-Mail, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Kontaktsynchronisierung werden dienstintern zu starken Identifikatoren, auch wenn sie von außen unsichtbar sind.
Wenn man Klarnamen-E-Mail oder normale Telefonnummer für ein anonymes Konto verwendet, wird der Sinn der Kontentrennung geschwächt. Für Wiederherstellungswege und verknüpfte Logins gilt dasselbe.
Bei anonymem Betrieb trennt man Registrierungsinformationen am Anfang. Man nutzt eine eigene E-Mail, wählt Dienste mit Telefonnummernzwang vorsichtig und vermischt auch Wiederherstellungsziele und Speicherorte nicht mit der Klarnamenumgebung.
Anonymität wird schon in der Registrierungsphase stark beeinflusst, bevor das Posten beginnt.
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