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Cloud-Verlauf und Dateierstellungsumgebung

Wenn man anonym mit Dateien arbeitet, reicht es nicht, nur die Datei selbst zu prüfen.

Persönliche Cloud, Arbeitsplatz-Cloud, gemeinsame Bearbeitungswerkzeuge, Freigabelinks, Bearbeitungsverlauf, Eigentümeranzeige. Solche Informationen in der Cloud können die Herkunft der Datei oder die Erstellungsumgebung zeigen.

Selbst wenn etwa Metadaten aus einem PDF entfernt wurden, bricht Anonymität, wenn der Person, die den Freigabelink öffnet, der Eigentümername eines Klarnamenkontos angezeigt wird. Auch in Bearbeitungsverläufen oder Kommentaren in der Cloud können Erstellende, Beteiligte oder Organisationsnamen zurückbleiben.

Dieser Artikel ordnet, wie Cloud-Verlauf und Dateierstellungsumgebung mit Anonymität zusammenhängen.

Cloud ist nicht nur Speicherort, sondern auch Verlaufsort

Cloud-Speicher ist nicht nur ein Ort, an dem Dateien gespeichert werden.

Viele Cloud-Dienste verwalten Eigentümer, Aktualisierende, Freigabeempfänger, Betrachtungsverläufe, Bearbeitungsverläufe, Kommentare und Versionsverläufe. Diese Funktionen sind praktisch, werden beim anonymen Teilen von Dateien aber zu Hinweisen.

InformationMögliche SichtbarkeitHinweis für Anonymität
EigentümernameKann für Freigabeempfänger sichtbar seinEchter Name oder E-Mail erscheint
AktualisierendeKann bei gemeinsamer Bearbeitung sichtbar seinBeteiligte werden erkennbar
FreigabeverlaufBleibt intern im DienstMit wem geteilt wurde, bleibt zurück
BetrachtungsverlaufKann für Administratoren oder Eigentümer sichtbar seinWer geöffnet hat, wird erkennbar
KommentareBleiben im DokumentInterne Gespräche oder Bewertungen werden sichtbar
VersionsverlaufFrühere Inhalte bleiben erhaltenGelöschte Informationen können zurückkehren

In der Cloud muss man Dateiinhalt und Anzeige im Dienst getrennt prüfen.

Risiken persönlicher Clouds

Mit persönlichen Clouds, die man normalerweise nutzt, sind echter Name, Profilbild, E-Mail-Adresse, Zahlungsinformationen, Gerätesynchronisierung und Fotoverlauf verbunden.

Wenn eine anonyme Datei in der persönlichen Cloud liegt, kann sie über Eigentümeranzeige oder Freigabelink mit der Klarnamenseite verbunden werden. Außerdem kann Cloud-Synchronisierung dazu führen, dass anonyme Dateien auf normalen Geräten oder anderen Geräten gespeichert werden.

HandlungRisiko
In persönlicher Cloud speichernBleibt im Verlauf des Klarnamenkontos
Freigabelink erstellenEigentümername oder E-Mail wird sichtbar
Mit Smartphone synchronisierenVermischt sich mit Benachrichtigungen oder Fotoverlauf
Gemeinsam bearbeitenAktualisierende und Kommentare bleiben zurück
Auf Klarnamengerät öffnenBleibt in Geräteverlauf oder zuletzt verwendeten Dateien

Wenn Anonymität wichtig ist, behandelt man Veröffentlichungsdateien getrennt von der Klarnamen-Cloud.

Arbeitsplatz- und Schul-Clouds erfordern noch mehr Vorsicht

Bei Arbeitsplatz- und Schul-Clouds gibt es Administratoren.

Speichern, Anzeigen, Teilen, Herunterladen, Löschen und externe Freigaben von Dateien können als Verwaltungslogs zurückbleiben. Bei Whistleblowing oder Quellenschutz ist dieser Punkt sehr wichtig.

Auch wenn man Material aus der Arbeitsplatz-Cloud herunterlädt und anonym sendet, werden Kandidaten eingegrenzt, wenn nur wenige Personen Zugriff auf das Material hatten oder es zu einem bestimmten Zeitpunkt geöffnet haben.

AufzeichnungWas erkennbar wird
ZugriffsverlaufWer wann geöffnet hat
DownloadverlaufWer es erhalten hat
FreigabeverlaufAn wen es weitergegeben wurde
BerechtigungsänderungWer den Veröffentlichungsbereich geändert hat
LöschverlaufWas gelöscht wurde

Bei Hochrisikomaterial sollte man nicht allein anhand eines Artikels entscheiden. Wegen rechtlicher Risiken und Problemen durch organisationsinterne Logs zieht man vertrauenswürdige Beratungsstellen in Betracht.

Sichtbarkeit von Freigabelinks

Freigabelinks sind praktisch, erfordern bei Anonymität aber Vorsicht.

Für die empfangende Person können Eigentümername, E-Mail-Adresse, Profilbild, Ordnername, Dateipfad und Bearbeitungsrechte sichtbar sein.

Auch wenn es auf dem eigenen Bildschirm sicher aussieht, kann auf dem Bildschirm der anderen Seite der echte Name angezeigt werden.

PrüfpunktGrund
EigentümeranzeigePrüfen, ob echter Name oder E-Mail sichtbar sind
OrdnernamePrüfen, ob Vorgangsname oder Organisationsname erscheint
BerechtigungPrüfen, ob nur Ansicht oder Bearbeitung möglich ist
LinkbereichPrüfen, ob alle zugreifen können oder Zugriff begrenzt ist
BetrachteranzeigePrüfen, ob Zugriff der anderen Person aufgezeichnet wird

Wenn möglich prüft man mit einem anderen Konto oder einer anderen Umgebung, wie es für die andere Seite aussieht.

Lokal eine Veröffentlichungskopie erstellen

Wenn Anonymität wichtig ist, lässt sich das Risiko oft senken, indem man nicht das Cloud-Original direkt teilt, sondern eine Veröffentlichungskopie erstellt.

Man erstellt lokal eine Veröffentlichungskopie, prüft Dateiname, Metadaten und Inhalt und gibt sie danach auf die nötige Weise weiter.

Auch eine lokale Umgebung hinterlässt jedoch Spuren, wenn sie ein Klarnamengerät ist. Bei hohem Risiko zieht man auch eine spezielle Umgebung, ein anonymes OS oder ein getrenntes Gerät in Betracht.

SchrittWas prüfen
1Cloud-Original nicht direkt teilen
2Veröffentlichungskopie erstellen
3Dateiname und Metadaten prüfen
4Kommentare und Bearbeitungsverlauf entfernen
5Für die andere Seite sichtbare Eigentümerinformationen prüfen
6Überlegen, was nach dem Senden zurückbleibt

"Einfach einen Link aus der Cloud senden" ist bequem, kann bei Anonymität aber gefährlich sein.

Bildschirm der anderen Seite prüfen

Bei Cloud-Freigaben können der eigene Bildschirm und der Bildschirm der anderen Seite unterschiedlich sein.

Auch wenn auf dem eigenen Bildschirm nur die Datei sichtbar ist, können für die andere Seite Eigentümername, E-Mail-Adresse, Profilbild, Freigabeordnername, Aktualisierende oder Kommentarfelder sichtbar sein. Wenn man das ungeprüft teilt, kann die Anzeige des Dienstes die Datei mit der Klarnamenumgebung verbinden, selbst wenn die Datei selbst bereinigt wurde.

Wenn möglich öffnet man den Freigabelink aus einem anderen Konto oder einem anderen Browser, der die Anonymität nicht beeinträchtigt, und prüft die Sichtbarkeit.

Was auf der Empfängerseite prüfenPrüfgrund
EigentümernameOb echter Name oder normale E-Mail sichtbar ist
ProfilbildOb Gesicht oder persönliches Konto sichtbar ist
FreigabeordnernameOb Organisationsname oder Vorgangsname erscheint
BearbeitungsrechteOb die andere Seite ändern kann
KommentarfeldOb interne Gespräche oder Namen Beteiligter zurückbleiben

Bei Cloud-Freigaben prüft man nicht nur den Dateiinhalt, sondern auch Umgebungsinformationen auf dem Bildschirm.

Auch nach dem Löschen kann Verlauf bleiben

Wenn man eine Datei in der Cloud löscht, verschwinden nicht unbedingt sofort alle Spuren.

Papierkorb, Versionsverlauf, Verwaltungslogs, Benachrichtigungs-E-Mails, bereits heruntergeladene Dateien der Gegenseite und Screenshots können verbleiben. In Arbeitsplatz- oder Schul-Clouds können Bedienverläufe auch in Audit-Logs der Administratorseite bleiben.

Wenn ein Problem bemerkt wird, verlässt man sich nicht allein auf Löschen. Man prüft, was geteilt wurde, wer es gesehen hat und wo es zurückbleibt.

Zusammenfassung

Cloud-Verlauf und Dateierstellungsumgebung hängen stark mit Anonymität zusammen.

Auch wenn Metadaten in der Datei selbst entfernt wurden, können Eigentümername, Freigabeverlauf, Bearbeitungsverlauf, Betrachtungsverlauf, Kommentare und Versionsverlauf in der Cloud bleiben.

In persönlichen Clouds verbindet sich das mit Klarnamenkonten. In Arbeitsplatz- oder Schul-Clouds können Verwaltungslogs und Zugriffsverläufe Kandidaten eingrenzen.

Wenn man anonym mit Dateien arbeitet, teilt man das Cloud-Original nicht direkt, sondern erstellt eine Veröffentlichungskopie und prüft sowohl die Datei selbst als auch den Freigabeweg. Bei Hochrisikomaterial handelt man nicht allein nach eigener Einschätzung, sondern zieht vertrauenswürdige Beratungsstellen in Betracht.

Verwandte Werkzeuge

Anonymous communication

Tor Project

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Metadata inspection

ExifTool

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URL : https://exiftool.org/

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Metadata removal

MAT2

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