Frühere soziale Netzwerke, Blogs, Foren, Spielekonten, Bewertungen, Profilseiten. Auch wenn man selbst sie vergessen hat, können sie in Suchergebnissen, Archiven oder der Bildersuche bleiben.
Bevor man eine neue anonyme Aktivität beginnt, ist es wichtig, alte Posts zu überprüfen.
Das ist keine Arbeit, bei der man die gesamte Vergangenheit löscht. Es ist eine Arbeit, Hinweise zu finden und zu verringern, die sich mit heutiger Aktivität oder geplanten Veröffentlichungen verbinden.
Warum alte Posts gefährlich werden
In alten Posts bleiben Informationen, die damals nicht problematisch wirkten.
Die damalige Schule, der Arbeitsplatz, die Region, Hobbys, Beziehungen, Gesichtsfotos, alte Handles, E-Mail-Adressen, Profiltexte und Ähnliches.
Wenn das heutige anonyme Konto mit ihnen verbunden wird, bekommen frühere Informationen plötzlich Bedeutung.
Information in alten Posts
Auswirkung auf heute
Altes Handle
verbindet sich, wenn es dem heutigen anonymen Namen ähnelt
Gesichtsfoto
führt über Bildersuche zurück zu Klarname oder früheren Konten
Regionsinformation
kombiniert sich mit heutigen gewohnten Orten
Erzählungen über Arbeitsplatz oder Schule
werden Material zur Vermutung von Zugehörigkeit und Lebenslauf
Posting-Zeit
wird Hinweis auf Lebensrhythmus und Zeitraum
Alte Posts sind nicht immer für sich genommen gefährlich.
Gefährlich werden sie, wenn sie auf derselben Linie wie heutige Posts liegen.
Ziele der Überprüfung auflisten
Zuerst erinnert man sich daran, wo man gepostet hat.
Nicht nur große soziale Netzwerke zählen, sondern auch alte Blogs, Frageportale, Bewertungsseiten, Videokommentare, Spieleprofile, Flohmarkt-Apps, Veranstaltungsseiten und Ähnliches.
Auch wenn man sich nicht mehr in ein Konto einloggen kann, kann es über Suchergebnisse gefunden werden.
Suchen Sie nach alten Handles, Teilen der E-Mail-Adresse und charakteristischen Profiltexten.
Bleiben Sie beim Suchen nicht bei einem einzigen Namen stehen.
Probieren Sie alte Handles, Zahlenkombinationen, den Teil der E-Mail-Adresse vor dem @, Spiele-IDs, Blognamen, Teile von Profiltexten und frühere Iconnamen. Prüfen Sie auch japanische Schreibweisen und lateinische Umschrift, frühere Nachnamen, Abkürzungen und häufig verwendete Wörter.
Allerdings kann auch die Suche selbst aufgezeichnet werden. Wenn man mit einem Klarnamen-Suchdienst angemeldet ist, den Alltagsbrowser, das Netzwerk von Arbeitsplatz oder Schule oder ein verwaltetes Gerät nutzt, werden Suchbegriffe und aufgerufene Ziele zu anderen Logs. Auch bei der Bildersuche entscheidet man zuerst, ob unveröffentlichte Gesichtsfotos, Fotos von Familie oder Beteiligten oder Hochrisiko-Materialbilder an externe Dienste gesendet werden dürfen.
Suchmaterial
Beispiel
Altes Handle
früher verwendeter Name oder ID
Teil der E-Mail-Adresse
Zeichenkette vor dem @
Charakteristischer Text
feste Formulierung im Profil
Hobby-ID
Name aus Spielen, Kreativdiensten oder Foren
Bild
alte Icons oder Profilfotos
Die Suche dient nicht dazu, sich selbst anzugreifen. Sie dient dazu, Hinweise, die andere finden können, zuerst selbst zu kennen.
Posts mit Priorität prüfen
Wenn man alle Posts gleich schwer behandelt, wird es ermüdend.
Zuerst werden Informationen geprüft, die heutige Anonymität direkt betreffen.
Priorität
Information
Grund
Hoch
Klarname, Gesicht, adressnahe Informationen
führt direkt zur Identifizierung
Hoch
Verbindung zwischen altem Handle und heutigem Namen
wird Einstieg zur Kontokorrelation
Hoch
Schule, Arbeitsplatz, Familieninformationen
wird zur Identifizierung der Person und ihres Umfelds genutzt
Mittel
gewohnte Orte, häufig besuchte Orte
wird zur Vermutung der Region genutzt
Mittel
Hobby, Fachgebiet, Schreibstil
wird in Kombination mit anderen Informationen Identifikationsmaterial
Bei Anonymität behandelt man gefährliche Informationen nicht alle gleich.
Priorität haben direkte Identifikatoren, Informationen, die mit heutiger Aktivität verbunden sind, und Informationen, die Menschen im Umfeld hineinziehen.
Löschen, privat stellen, trennen
Der Umgang mit gefundenen Posts besteht nicht nur aus Löschen.
Was gelöscht werden kann, wird gelöscht. Wo Löschen nicht möglich ist, prüft man Privatstellung, Profiländerung, Bildtausch, Entfernen von Links oder Löschanfragen für Suchergebnisse.
Maßnahme
Geeignete Situation
Löschen
unnötiger Post, dessen Löschung kein Problem ist
Privat stellen
soll als Aufzeichnung bleiben, aber extern nicht sichtbar sein
Profil ändern
Name, Region, Arbeitsplatz oder Links sind sichtbar
Bild ersetzen
Gesicht oder Ort ist ein starker Hinweis
Link entfernen
Klarnamenkonto und anonyme Aktivität sind verbunden
Auch nach dem Löschen verschwindet etwas nicht sofort aus Suchergebnissen.
Wenn Weiterveröffentlichungen oder Screenshots existieren, bleibt Information bestehen, auch wenn nur der Ursprungspost gelöscht wird.
Beim Umgang mit alten Posts trennt man Dinge, die als Nachweis oder Erinnerung bleiben sollen, von Dingen, die nicht extern sichtbar sein müssen. Wer alles überstürzt löscht, kann auch nötige Aufzeichnungen verlieren.
Aus Sicht der Anonymität ist das Ziel, von außen sichtbare Linien zu verringern. Etwas sicher bei sich selbst aufzubewahren und es weiter im Internet zu veröffentlichen, sind verschiedene Dinge.
Auch wenn alte Posts nicht gelöscht werden können, lässt sich die Korrelation abschwächen, indem man auf der heutigen anonymen Seite denselben Namen, dasselbe Bild, dasselbe Thema und denselben Schreibstil vermeidet.
Verbindung mit heutiger Aktivität betrachten
Ziel der Überprüfung alter Posts ist nicht, eine saubere Vergangenheit herzustellen.
Ziel ist, Linien zu verringern, die zur heutigen anonymen Aktivität führen.
Verbindendes Element
Was geprüft wird
Name
ob altes Handle und heutiger Name ähnlich sind
Bild
ob dasselbe Gesichtsfoto, Icon oder derselbe Hintergrund genutzt wird
Schreibstil
ob charakteristische Formulierungen wiederholt werden
Thema
ob dasselbe Fachgebiet, dieselbe Region oder dieselbe Erfahrung erscheint
Zeit
ob derselbe Lebensrhythmus in Posts sichtbar ist
Auch wenn alte Posts nicht vollständig gelöscht werden können, wird die Verbindung schwächer, wenn das heutige anonyme Konto nicht dieselben Hinweise veröffentlicht.
Überprüfung ist nicht mit einem Mal erledigt
Die Überprüfung alter Posts ist nicht mit einem Durchgang abgeschlossen.
Vor dem Beginn einer neuen anonymen Aktivität, vor einem wichtigen Post, vor der Veröffentlichung von Gesichtsfotos oder Materialien und bei veränderter Lage wird erneut geprüft. Suchergebnisse verändern sich. Seiten, die früher nicht erschienen, können später gefunden werden.
Zeitpunkt der Überprüfung
Grund
Vor Beginn anonymer Aktivität
frühe Korrelation verringern
Vor größerer Veröffentlichung
auf Nachforschungen bei Aufmerksamkeit vorbereitet sein
Vor Veröffentlichung von Gesichtsfotos oder Materialien
Abgleich mit früheren Informationen prüfen
Vor Änderung des Handles
Verbindung zum alten Namen prüfen
Nach öffentlichen Angriffen oder Belästigung
neu gefundene Informationen ordnen
Alte Posts zu prüfen ist keine Reinigung, sondern Risikomanagement. Wenn sich die heutige Aktivität verändert, verändern sich auch die früheren Informationen, die gefährlich werden.
Ergebnisse in heutige Regeln übernehmen
Nach der Überprüfung alter Posts werden die Ergebnisse in die Regeln für heutige anonyme Aktivität übernommen.
Wenn früher dasselbe Handle genutzt wurde, ähnliche Namen vermeiden. Wenn früher dasselbe Gesichtsfoto genutzt wurde, nicht dasselbe Bild oder ein ähnliches Icon verwenden. Wenn früher Region oder Beruf geschrieben wurden, dieselben Informationen in heutigen Posts nicht erneut stapeln.
Gefundene frühere Information
Heutige Maßnahme
Altes Handle
neuen Namen nicht ähnlich gestalten
Gesichtsfoto
dasselbe Bild oder bearbeitete Varianten nicht nutzen
Regionsinformation
heutige gewohnte Orte nicht detailliert schreiben
Beruf oder Schule
Darstellung des Fachgebiets anpassen
Charakteristischer Schreibstil
Schreibweise auf der anonymen Seite erneut prüfen
Auch wenn man die Vergangenheit nicht ändern kann, kann man die heutige Art der Veröffentlichung ändern. Die durch die Überprüfung gewonnenen Informationen werden zur Entscheidungsgrundlage für den nächsten Post.
Zusammenfassung
Alte Posts werden zu Hinweisen, die heutige Anonymität zerstören.
Alte Handles, Gesichtsfotos, Region, Arbeitsplatz, Schule, Familie, Schreibstil und Posting-Zeit sind gefährlich, wenn sie mit heutiger Aktivität verbunden werden.
Bei der Überprüfung schaut man nacheinander soziale Netzwerke, Blogs, Foren, Bewertungen, Spiele und Hobbydienste an.
Die Maßnahme ist nicht nur Löschen. Privatstellung, Profiländerung, Bildtausch und Entfernen von Links sind ebenfalls wirksam.
Wichtig ist nicht, die Vergangenheit vollständig zu löschen, sondern Linien zu verringern, die heutige anonyme Aktivität mit früheren Informationen verbinden.
Verwandte Werkzeuge
Archive check
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Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
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Alte Posts lassen sich prüfen, um Verbindungen zu heutiger anonymer Aktivität über Identifikatoren, Handles, Bilder, gewohnte Orte und Umfeldinformationen zu verringern.