Risiken durch Wiederverwendung von Icons und Profilbildern
Beim Erstellen eines anonymen Kontos werden Icons und Profilbilder leicht unterschätzt.
Bilder können jedoch starke Hinweise sein, die Konten miteinander verbinden.
Wenn ein früher verwendetes Icon, ein Foto aus einem Klarnamen-SNS, ein Avatar aus einem Spiel, dieselbe Illustration, ein Selfie mit derselben Komposition oder ein Bild mit demselben Hintergrund genutzt wird, können getrennte Konten als Konten derselben Person gefunden werden.
Ein Profilbild bleibt manchmal länger im Gedächtnis als ein Name.
Dieser Artikel ordnet ein, wie die Wiederverwendung von Icons und Profilbildern mit Anonymität zusammenhängt.
Dasselbe Bild kann gesucht werden
Wenn dasselbe Bild an mehreren Orten verwendet wird, kann es durch Bildersuche oder durch menschliches Wiedererkennen verbunden werden.
Auch wenn es nicht völlig identisch ist, können ein leichter Zuschnitt, eine Farbänderung oder eine horizontale Spiegelung noch mit dem Originalbild verbunden werden.
Wiederverwendung
Womit es sich verbindet
Hinweis
Dasselbe Foto wie im Klarnamen-SNS
Persönliches Konto
Nicht verwenden
Früheres Spiel-Icon
Spiel-ID oder Austauschverlauf
Verbindet sich mit altem Handle
Dieselbe Illustration
Alias-Konto
Bildersuche oder Erinnerung von Bekannten
Zugeschnittenes Bild
Originalfoto
Hintergrund oder Komposition bleibt
Bearbeitetes Selfie
Gesicht oder Kleidung
Bearbeitung allein reicht nicht aus
Bei anonymen Konten ist die Grundregel, früher verwendete Bilder nicht erneut zu nutzen.
Hintergrund und Reflexionen werden ebenfalls Hinweise
Profilbilder zeigen auch Informationen, die nicht die Person selbst betreffen.
Zimmer, Fenster, Schilder, Uniformen, Namensschilder, Schulen, Arbeitsplätze, Geschäfte, Bahnhöfe, Reflexionen und Gegenstände werden zu Hinweisen.
Information im Bild
Was sichtbar wird
Was zu prüfen ist
Zimmer
Lebensumfeld
Persönliches Zimmer und auffällige Merkmale nicht zeigen
Schild oder Bahnhofsname
Region oder gewohnte Orte
Hintergrund prüfen
Uniform oder Namensschild
Schule oder Arbeitsplatz
Prüfen, ob Zugehörigkeit sichtbar wird
Reflexion
Gesicht, Gerät, Zimmer
Vergrößern und prüfen
Gegenstände
Hobbys, Beruf
Prüfen, ob sie mit früheren Beiträgen zusammenhängen
Auch kleine Icons können Informationen zeigen, wenn sie vergrößert werden.
Vor dem Hochladen wird das Bild groß angezeigt und geprüft.
Auch generierte Bilder und freie Materialien brauchen Vorsicht
Um echte Fotos zu vermeiden, werden manchmal generierte Bilder oder freie Materialien genutzt.
Das kann in manchen Fällen sinnvoll sein, bedeutet aber nicht, dass jedes verwendete Bild sicher ist.
Bildart
Hinweis
Generiertes Bild
Keine persönlichen Fotos oder sensiblen Informationen in externe Generierungsdienste eingeben. Auch Erstellungsdienst, Metadaten und auffälligen Stil beachten
Freies Material
Kann sich mit anderen Personen überschneiden; Nutzungsbedingungen prüfen
Eigene Illustration
Zeichenstil kann sich mit früheren Arbeiten überschneiden
Bestehende Figur
Rechtefragen oder Community-Korrelation können entstehen
Auch bei generierten Bildern werden Dateiname und Metadaten geprüft.
Wenn Stil oder Material zu nah an dem liegen, was auf der Klarnamenseite genutzt wird, können Bekannte es bemerken.
Dateiname und Metadaten ebenfalls prüfen
Ein Profilbild besteht nicht nur aus seinem Aussehen.
Vor dem Hochladen kann der Dateiname den echten Namen, ein Datum, einen Schulnamen oder einen Projektnamen enthalten. Bilddateien können außerdem Metadaten wie Erstellungssoftware oder Aufnahmeinformationen behalten.
Information
Beispiel
Hinweis
Dateiname
realname_icon.png
In einen Namen für die Veröffentlichung ändern
Erstellungszeit
Aufnahme- oder Bearbeitungszeit
Verbindet sich mit der Veröffentlichungszeit
Erstellungssoftware
Bildbearbeitungs-App
Arbeitsumgebung wird sichtbar
Standortinformation
Aufnahmeort
Bei Fotos besonders vorsichtig sein
Manche Dienste entfernen Metadaten, aber das gilt nicht immer.
Vor der Veröffentlichung wird selbst geprüft.
Icons bleiben lange in Erinnerung
Icons bleiben Menschen manchmal stärker im Gedächtnis als Beitragstexte.
Wenn über Jahre dieselbe Farbe, dieselbe Komposition, dieselbe Figur oder derselbe Zeichenstil genutzt wird, können Menschen trotz Namenswechsel denken: "Das wirkt wie diese Person."
Bei Konten, die Anonymität brauchen, werden Bilder vermieden, die an das frühere Selbst erinnern.
Besonders wenn nahe Bekannte oder Menschen aus derselben Community nichts erfahren sollen, ist nicht nur Bildersuche, sondern auch menschliche Erinnerung als Hinweis zu betrachten.
Sie werden zusammen mit dem Profiltext gesehen
Nicht nur das Icon, sondern auch Profiltext, Benutzername und Beitragsinhalt werden gemeinsam betrachtet.
Wenn sich dasselbe Bild mit denselben Hobbys, derselben Region und denselben Formulierungsgewohnheiten überschneidet, wird die Korrelation stärker.
Kombination
Was passiert
Hinweis
Dasselbe Bild + alter Handle
Früheres Konto wird gefunden
Beides ändern
Ähnliches Bild + gleiches Hobby
Menschen in der Community bemerken es
Auch Themen trennen
Hintergrund + regionale Beiträge
Gewohnte Orte werden sichtbar
Hintergrund und Text gemeinsam prüfen
Eigene Zeichnung + Stil
Verbindet sich mit Klarnamenwerken
Auch Stil wird zum Hinweis
Auch wenn nur das Profilbild geändert wird, bleibt die Trennung schwach, wenn die umgebenden Informationen gleich sind.
Für das gesamte Konto wird geprüft, was sich mit der Klarnamenseite überschneidet.
umgekehrte Bildersuche ist nützlich, aber nicht allmächtig
Vor der Nutzung eines Bildes kann man per umgekehrte Bildersuche prüfen, ob dasselbe Bild auftaucht.
Das hilft, Bilder zu finden, die früher in Klarnamenkonten oder Alias-Konten genutzt wurden.
Wenn jedoch ein Bild zu einem externen Reverse-Image-Search-Dienst hochgeladen wird, können Bild, Suchzeitpunkt, Quell-IP-Adresse, Browserinformationen und Suchverlauf an den Dienst gelangen. Persönliche Fotos, Familienfotos, unveröffentlichte Bilder und Bilder aus Hochrisiko-Aktivitäten werden nicht leichtfertig hochgeladen.
Wenn umgekehrte Bildersuche nichts findet, bedeutet das außerdem nicht, dass das Bild sicher ist. Bilder, die nicht in Suchdiensten indexiert sind, Bilder in privaten Konten, leicht bearbeitete Bilder und Bilder, die Menschen im Gedächtnis haben, können unentdeckt bleiben.
Was geprüft werden kann
Verbleibende Grenze
Öffentlich vorhandenes identisches Bild
Private Bilder erscheinen nicht
Ähnliche Bilder
Können nach Bearbeitung oder Zuschnitt unauffindbar sein
Bild eines früheren Kontos
Was Suchmaschinen nicht erfasst haben, erscheint nicht
Herkunft des Materials
Wiedererkennen durch menschliche Erinnerung wird nicht verhindert
umgekehrte Bildersuche ist ein Prüfmittel unter mehreren.
Am Ende wird auch selbst geprüft, ob es ein früher verwendetes Bild ist, ob Bekannte es wiedererkennen könnten oder ob es sich mit Klarnamenaktivität verbindet.
Bilder für anonyme Nutzung auswählen
Für anonyme Konten werden Bilder gewählt, die vom früheren Selbst entfernt sind.
Gesicht, Zuhause, Schule, Arbeitsplatz, häufig genutzte Gegenstände, derselbe Stil wie auf der Klarnamenseite und früher verwendete Figuren werden vermieden.
Grundsatz
Grund
Hinweis
Bild, das früher nicht verwendet wurde
Korrelation über Bildersuche vermeiden
Auch Material vermeiden, das an alte Konten erinnert
Bild ohne Hintergrundinformationen
Gewohnte Orte nicht zeigen
Auch Reflexionen und Text prüfen
Anderer Stil als auf der Klarnamenseite
Erinnerung von Bekannten vermeiden
Bei eigenen Zeichnungen auf Stil achten
Material mit geprüften Rechten
Probleme vermeiden
Nutzungsbedingungen prüfen
Wenn Anonymität nötig ist, hat ein schwer verknüpfbares Bild Vorrang vor einem Lieblingsbild.
Prüfung vor der Bildauswahl
Vor der Auswahl eines Bildes für ein anonymes Konto wird Folgendes geprüft.
Ist es ein früher verwendetes Bild?
Ist es dasselbe Material wie bei einem Klarnamenkonto oder Hobbykonto?
Zeigt die Bildersuche frühere Informationen?
Gibt es Hintergrund, Reflexionen, Text, Uniformen oder Namensschilder?
Enthalten Dateiname oder Metadaten personenbezogene Informationen?
Wird durch Profiltext oder Beitragsinhalt zusammen mit dem Bild der gewohnte Ort sichtbar?
Icons wirken klein.
Durch Speichern, Vergrößern, Suchen und Screenshots bleiben sie jedoch lange erhalten.
Zusammenfassung
Die Wiederverwendung von Icons und Profilbildern ist ein starker Hinweis für Kontokorrelation.
Wenn Bilder aus Klarnamen-SNS, früheren Konten, Spiel-IDs oder Hobbykonten für ein anonymes Konto genutzt werden, können Bildersuche und die Erinnerung von Bekannten sie verbinden.
Auch Hintergrund, Reflexionen, Dateiname, Metadaten, Stil und die Kombination mit dem Profiltext werden geprüft.
Bei anonymen Konten ist wichtig, ein neues Bild zu verwenden, das sich nicht mit dem früheren Selbst verbindet, und vor der Veröffentlichung sowohl Aussehen als auch Dateiinformationen zu prüfen.
Ein Profilbild ist das Gesicht eines Kontos.
Wenn es einmal verbreitet ist, bleibt es in Screenshots und Zitaten erhalten. Deshalb ist es sicherer, nicht davon auszugehen, dass ein späteres Austauschen genügt.
Verwandte Werkzeuge
OSINT directory
OSINT Framework
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Warum es hier aufgeführt ist: Sie kann beim Thema des Artikels helfen, liegt aber außerhalb von Anonymity Sense und sollte vor der Nutzung geprüft werden.
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Icons und Profilbilder können anonyme Konten über Bildersuche, Wiedererkennen, Hintergründe, Reflexionen, Dateinamen, Metadaten und Profiltexte verbinden.